Quellangaben: Lit.: 1. Heinrich Riebeling, Steinkreuze und Kreuzsteine in Hessen, Dossenheim/Heidelberg 1977, S. 102, daraus: 2. G. Seib, Der Sühnestein von Asmushausen, 1969, W 21, H. 2, S. 26, 3. NN: Der seltsame Stein in Asmushausen, 1938, H. 2, S. 49

nach H. Riebeling stand am Platze ein Steinkreuz in Winkelform, dem Kopf und ein Arm fehlte; ein Beil und eine dreigezinkte Gabel sollen sichtbar gewesen sein; eine Identität mit dem heutigen etwa quaderförmigen Stein aus Sandstein sei dahingestellt (Verf.)

standort
steinkreuz-fragment
andere seite

Bebra, OT Asmushausen, Lkr. Hersfeld-Rotenburg, Steinkreuzfragment (?)

Obertägige Maße: Höhe 0,60 m, Br. 0,60, T. 0,65, in einer Vorbeschreibung des Steuerkatasters aus dem Jahre 1784 ist eine handschriftliche Eintragung erhalten, die in der Lit. H. Riebeling, wie folgt wiedergegeben: ‘Dublicat Lager-, Stück- und Steuer-Buch der Dorffschafft Asmushausen Amts Rotenburg verfertiget im Jahre 1784 vom Rectificatore Lappe und Revidirt vom Revisore Hildebrand. Noch besonders remarquable Umstände, so in vorigen p his nicht enthalten. 42. Es befindet sich dahier im Dorf bey der Gemeins Linden in Form eines bei denen Mauren und Zimmerleuten gebräuchlichen Winkeleisens aufgerichteter Stein, welcher ein Mordstein genannt wird; denen Uhralten Nachrichten nach soll derselbe davon herrühren. Es hätten nehmlich zwey unter der Linden spielende Kinder sich untereinander verunwillet worauf dann auf Geschrey des einen über des andern Übermacht, die Vätter derselben, einer mit einem Beil der andere eine Mistgabell in der Hand habend, in voller Wuth herzugeeilet, mit diesen Mordgewehren sich ohne Nachlaß solange verwundet, bis beyde ihre Leben auf eine elende weise auf der Stelle gelassen, dahero dann dieser Stein zum Gedächniß dieser Mordgeschichte auf diesem Orth aufgerichtet und ein Mordstein genannt worden, und ist besonders daran die Figur einer Gabell mit 3. Zinken dermahlen noch ganz deutlich wahrzunehmen, das gleichfalls an denselben ausgehauen gewesene Beil  aber seit verschiedenen Jahren wegen beschädigten Steins unkanntbar geworden. In was vor einem Jahr aber sich diese Mordgeschichte sich zugetragen davon sind keine weitern Nachrichten vorhanden. in fidem Lappe’