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Beiersdorf, Lkr. Görlitz, A: im Ort, in der südl. Ecke des Anwesens 'Auestraße Nr. 7' (Straße zur ev. Lutherkirche), nördl. 'Alter Graben', Steinkreuz |
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Obertägige Maße: (aktuell unbekannt), Steinkreuz lat. Form aus Sandstein mit armunterseitigen, zurückgesetzten Winkelstützen; auf dem Scheitel des Kopfes näpfchenförmige Eintiefungen, die als Abriebsmale deutbar sind sowie nach außen abgeschliffene Armoberseiten, die durch das Abziehen mittelalterlicher Hieb- oder Stichwaffen entstanden sein könnten (Brauchtum: zum Schärfen und vermeintliche Kraftübernahme) s. Einf. (Verf.) |
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Geschichte |
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Beiersdorf lag an wichtigen Altstraßen. Die von der Elbefurt bei Strehla kommende 'Alte Salzstraße' überquerte bei Kirschau (Schirgiswalde) die Spree und gabelte sich dann bei Rumburgsborn (Strahwalde) in eine östliche und südliche weiterführende Variante. Der östliche Weg zog über Crostau, Beiersdorf, Rumburgsborn nach Radmeritz an der Neiße (Radomierzyce, Polen), der südliche Weg als 'Alte' und 'Hohe Straße' nach Ostritz, Neiße. Zuvor zweigte die 'Hintere Straße' nach Zitta ab. Aus nordwestlicher Richtung trafen im Ort der 'Obere' und 'Niedere Steinweg' ein (Sächsisches Meilenblatt, Freiberger Exemplar, Bl. F 357: Oppach, 1804). In der Bachaue im südwestlichen Ortsteil ist der sog. 'Sattelhof' als Rittergut freien Eigens nachweisbar, das wohl von daher schriftsässig war. Noch heute zeugt der 'Gerichtskretscham' an der 'Löbauer Straße', ein altes Dorfgasthaus mit Sitz des einstigen Schultheißen-Dorfgerichts (baulich nicht ursprünglich), von der örtlichen grundherrlichen Gerichtsbarkeit. Das im Bereich des Ortskernes gefundene Steinkreuz wird mit großer Wahrscheinlichkeit als Gerichtskreuz eine der örtlichen Gerichtsbarkeiten angezeigt haben (Verf. frei nach Lit. S. Altensleben 2023) |
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'In der Ortsmitte, westlich am Weg vom ehemaligen Bahnhof zur Kirche, im Garten vom Haus Nr. 61, noch nördlich vom Bach, in Höhe des Wegeabzweigs nach Ost. 1 Steinkreuz. Kopf und Schaft gerade, untere Armkanten waagerecht, obere Armkanten nach außen fallend, untere Armwinkel vertieft durch konsolartige Stützen ausgefüllt. Sandstein (Kuhfahl: Granit). O-W (Ausrichtung). Neuerdings mit Farbe zwei gekreuzte Degen auf die Südseite gemalt. Höhe: S-Seite 81 cm, N-Seite 97 cm, Breite: 68 cm, Stärke: 24 cm. Arme und Kopf durch Abnutzung stark abgerundet. Keine Gefährdung, Beeinträchtigung durch vorgesetzten Lattenzaun. Geschützt seit 22. 10. 1970. Sage: Zweikampf 1662 zwischen dem Besitzer von Oberbeiersdorf, Hans Caspar von Rechenberg, und Siegmund von Gersdorf aus Kittlitz, um eine Frau, wobei Rechenberg tödlich verwundet wurde (Begebenheit läßt sich nicht mit dem Steinkreuz identifizieren !). Das Kreuz wurde 1931, weil es tief eingesunken war, an die jetzige Stelle gesetzt. Vorher 3 m südlich der SW-Ecke des Wohnhauses. Altbekannt'(Textkopie Lit. G. Müller-H. Quietzsch, Steinkreuze und Kreuzsteine in Sachsen, Inv. Bezirk Dresden 1977, Nr. 145, S. 228-229 m. Abb. 173, Kopie) |
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Quellangaben: Lit.: 1. Gerhardt Müller-Harald Quietzsch, Steinkreuze und Kreuzsteine in Sachsen, Inventar Bezirk Dresden, Berlin 1977, s. 228, Nr. 145 Beiersdorf, Kr. Löbau, Mbl. 4953 (71), N 12,55 / W 10,5 m. Abb. 173 (Kopie), daraus: 2. G. A. Kuhfahl, Die alten Steinkreuze in Sachsen, Dresden 1928, Nr. 10 u. Nachtrag zum Heimatschutzbuch von 1928 (1936), Nr. 12, 3. E. W. Probst, Altes Steinkreuz in Beiersdorf bei Löbau, in: Saxonia, Zeitschrift für Geschichts-, Alterthums- und Landeskunde des Königr. Sachsens, 1879, S. 54, 4. A. Moschkau, Die alten Steinkreuze in Löbau, Bautzen, Camenz und deren Umgebung, in: Neues Lausitzisches Magazin, Görlitz 1882, S. 425-430, 5. Schulze, In Beyersdorf befindet sich ... Steinkreuz, in: Mitth. des Vereins für Sächs. Volkskunde, 1899, Bd. 1, H. 9, S. 16, 6. J. Naumann, Steinkreuze und Kreuzsteine von Bautzen und Umgegend, Bautzen 1909, S. 27 m. Abb. 63, 7. BKD, 1910, Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Bd. 1-15, bearb. v. R. Steche, Bd. 16-41 v. C. Gurlitt, Dresden 1882-1923, Bd. 34, S. 7 m. Abb. 5-6, 8. W. v. Boetticher, Geschichte des Oberlausitzischen Adels und seiner Güter 1635-1815, Bd. 1, Görlitz 1912, S. 488 u. gl. Titel, Bd. 2, Görlitz 1913, S. 551, 9. E. Seidel, Ein Beitrag zur oberlausitzer Heimatkunde, Das Sühnekreuz von Beiersdorf am Bieleboh, in: Oberlausitzer Heimatzeitung, 1932, Nr. 5, S. 74, 10. Unsere Heimat, Sonntagsbeil. zum Sächsischen Erzähler, Bischofswerda 1934, Nr. 16, 11. Oberlausitzer Erzähler, Beibl. zur Oberlausitzer Tageszeitung, Neugersdorf 1936, 31. Dezember, 12. Stephan Altensleben, Rätselhafte Steinkreuze - Die Entdeckung ihrer wahren Bedeutung, Langenweißbach 2023, S. 207 |
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Internet: 1. wikipedia.org-wiki-Liste der Bodendenkmale in Beiersdorf: besonderer Stein, Steinkreuz, Spätmittelalter, Ortsmitte, westlich am Weg vom ehemaligen Bahnhof zur Kirche, nördlich des Bachs, Auestraße 7, Schutz seit 22. Oktober 1970 (o.F.), 2. wikipedia.org-wiki-Liste der Kulturdenkmale in Beiersdorf: Mord- und Sühnekreuz, Auestraße 7 (bei), Ecke Tannenhofstraße, Bezeichnet mit 1663, Ortsgeschichtlich von Bedeutung, ID 08961293 (o.F.) |
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Beiersdorf B: nordwestl. des Ortes im Waldgebiet Bereich Gemarkungsgrenze Cunewalde bzw. 400 m Luftlinie nordöstl. des Gipfels des 'Bieleboh' (günstig erreichbar: die 'Bielebohstraße' erreicht nordwärts kurz hinter der Siedlung Zwenke einen Wanderplatz an der Kreuzung mit Zufahrt links zum 'Hotel Bergwirtschaft Bieleboh', hier ist dem weiter in Richtung Norden führenden Weg ca. 300 m zu folgen und dann über ausgeschilderten Pfad ca. 40 m nach rechts, Osten, zum Standort), Gedenkstein, Benennung: 'Mordstein Dorothea Herbrig' |
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Beiersdorf B: nordwestl. des Ortes im Waldgebiet Bereich Gemarkungsgrenze Cunewalde bzw. 400 m Luftlinie nordöstl. des Gipfels des 'Bieleboh' (günstig erreichbar: die 'Bielebohstraße' erreicht nordwärts kurz hinter der Siedlung Zwenke einen Wanderplatz an der Kreuzung mit Zufahrt links zum 'Hotel Bergwirtschaft Bieleboh', hier ist dem weiter in Richtung Norden führenden Weg ca. 300 m zu folgen und dann über ausgeschilderten Pfad ca. 40 m nach rechts, Osten, zum Standort zu folgen), Gedenkstein, Benennung: 'Mordstein Dorothea Herbrig' |
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Obertägige Maße: Höhe 80 cm, Br. 35 cm, T. 20 cm (Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier), nach oben verjüngter Granitblock, von mehren kleineren Granitsteinen grabähnlich eingefriedet, mit der eingetieften Inschrift: 'A D H / 1781' (Verf.) |
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Geschichte |
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Quellangaben: Lit.: 1. Thomas Sobczyk/Andreas Bültemeier, Denkmale in den Oberlausitzer Wäldern, 2016, Oberlausitzer Verlag, Spitzkunnersdorf, S. 393-395 m. Lagekarte, Beschreibung u. Foto (Kopie), Internet: 1. geocaching.com-Mordgedenkstein m. Foto |
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