urheber a. lauterbach 1936

Kyffhäuserland, OT Bendeleben, Kyffhäuserkreis, A/B: westl. des Ortes im Bendelebener Forst, am alten Weg nach Sondershausen (günstig erreichbar: die Feldwegverlängerung der ortsauswärts führenden 'Lehdenstraße’ erreicht ca. 3 km nach dem Ortsrand bzw. 450 m nördl. des 'Rodegraben', den östl. Waldrand des Bendelebener Forstes, wo nach 600 m bzw. 700 m die Standorte am Weg erreicht werden), 1 Steinkreuz (Lit. F. Störzner, verschollen ?), 1 Gedenkstein Förstermord 'Halecker'

Obertägige Maße: A/B: (aktuell nicht bekannt, derzeitige Situation nicht bekannt)

Nach Lit. F. Störzner, 1984, handelt es sich um ein Steinkreuz aus Kalkstein von 50 cm Höhe, 60 cm Breite und 18 cm Stärke, wobei obiges Foto von A. Lauterbach (Großbrüchter) aus dem Jahre 1936 stammt. Angeblich soll ein Schäfer getötet worden sein. Lit. W. Wolf, 2021, führt einen Mord durch Wilddiebe an Revierförster 'Halecker' im Jahre 1923 auf. Nach Lagekarte Bendeleben aus stadtplan.net liegen die Standorte wie oben angegeben (Verf.)

Geschichte
Der heutige Ortsname Bendeleben entstand final im 16. Jahrhundert. Ab dem 12. Jahrhundert wurde ein Adelsgeschlecht von Bendeleben genannt. Dieses altritterliche thüringische Dienstmannengeschlecht der Landgrafen von Thüringen hatte seinen Stammsitz auf einer Burg Bendeleben. 1211 wird Bertha von Bendeleben als Kindesmutter der Elisabeth von Thüringen auserwählt. 1249 kam der Ort an die Markgrafen von Meißen. Um 1337 wurde das Rittergut Bendeleben erstmals urkundlich erwähnt. 1433 kauft Martin von Bendeleben die Burg und das Dorf vom Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Meißen. Mai 1525 schloss sich Balthasar von Bendeleben den aufständischen Bauern um Thomas Müntzer an. 1539 wurde die Reformation eingeführt (wikipedia.org-wiki-Bendeleben)

Im Mittelalter gehörte der östliche Teil des großen Waldgebietes zwischen Sondershausen und Bendeleben den jeweiligen oben angegebenen Bendelebener Grundherrschaften (Gutsforst). Von daher könnte das Steinkreuz ein diesbezügliches Forstgericht (Wildbann-Forsthoheit) als Gerichtskreuz mit dem dazugehörenden Gerichtsfriede angezeigt haben (Verf.) 

Quellangaben: Lit.: 1. Wolfgang Wolf, Wilderei, Jagdunfälle und sonstige Ereignisse in den Wäldern der Hainleite, Verl. Rockstuhl, 2021, 2. Frank Störzner, Steinkreuze in Thüringen, Katalog Bezirk Erfurt, Weimar 1984, S. 109, Nr. 250 m. Abb. 255, daraus: 3. H. Köber, Die alten Steinkreuze und Sühnesteine Thüringens, Eisenach 1965, S. 4, Nr. 540, Internet: 1. Stadtplan.net-Lagekarte m. Standortangabe

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