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Mark Brandenburg und Berlin-Kölln unter den Wittelsbachern Nach dem Aussterben der märkischen Askanier 1320 übertrug der aus dem Haus Wittelsbach stammende römisch-deutsche König Ludwig IV., ein Onkel des letzten Askaniers Heinrichs II., 1323 die Mark Brandenburg seinem ältesten Sohn Ludwig dem Brandenburger. Von Anfang an war die wittelsbachische Regierung über Brandenburg von starken Spannungen geprägt. 1325 erschlugen und verbrannten die Berliner und Köllner Bürger Propst Nikolaus von Bernau, der als Parteigänger des Papstes Johannes XXII. aus Frankreich gegen den Kaiser auftrat, daraufhin verhängte der Papst über Berlin das Interdikt. Auch in der Folge kam es zu weiteren Spannungen mit der Wittelsbacher Herrschaft. 1349 huldigten im Streit um die Mark 36 brandenburgische Städte dem „Falschen Woldemar“ in der Spandauer Zitadelle, bevor der Wittelsbacher wieder die Oberhand gewann. Ende 1351 ging Brandenburg durch Vertrag an Ludwigs Halbbruder Ludwig den Römer. Dieser gewann 1356 durch die Goldene Bulle die Kurwürde für die Mark Brandenburg. Im 14. Jahrhundert (ab 1360)[23] waren Berlin und Kölln Mitglied in der Hanse. Ludwig der Römer schloss aus Hass gegen seine bayrischen Brüder, mit denen er wegen der Kur und der bayerischen Erbfolge nach dem Tode seines Neffen Meinhard in Streit geraten war, 1363 eine Erbverbrüderung mit Kaiser Karl IV. Diese sollte nach seinem und seines jüngeren Bruders Ottos kinderlosem Tode die Mark Brandenburg Karls Sohn Wenzel zusichern. Ludwig ließ daraufhin die Stände dem Kaiser huldigen. Als Ludwig dann starb, ohne Kinder hinterlassen zu haben, wurde zunächst sein Bruder Otto sein Nachfolger. Ludwig wurde wie seine erste Frau Kunigunde im Grauen Kloster in Berlin beigesetzt (wikipedia.org-wiki-Geschichte-Berlins-Mark-Brandenburg-und-Berlin Kölln-unter-den-Wittelsbachern)
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