urheber rumtreiber 123 urheber g. mueller-h. quietzsch 1977 urheber h. torke 1990

Bad Gottleuba-Berggiesshübel, OT Börnersdorf, Lkr. Görlitz, A: nördl. im Ort, westl. der Straße, im Grundstück Haus Nr. 41, Steinkreuz

Obertägige Maße: (aktuell unbekannt), Steinkreuz lat. Form aus Sandstein mit Balkenerweiterung und geradlinig abschliessenden Armen und Kopf, Ecken gerundet; got. Stilepoche; Ansichtsseite linear eingetieftes, auf der Spitze stehnedes Schwert (Verf.)

Ang. Lit. G. Müller-H. Quietzsch, 1977: Im nördlichen Ortsteil, 11 m westlich der Straße, im Grasgarten östlich vor dem Wohnhaus des Gutes Nr. 41, 9 m nördlich der Gutszufahrt. 1 Steinkreuz. Kopf und Arme zur Kreuzung zu verjüngend, Schaft zur Kreuzung zu nur leicht verjüngend, schlank. Sandstein. N-S (Ausrichtung). O-Seite, im Kopf beginnend und weit auf den Schaft reichend, eingeritzt im Umriß: schwertartige Hiebwaffe mit leicht gebogener Klinge; auf dem Scheitel des Kopfes flache Näpfchen. Höhe: O-seite 123 cm, W-Seite 114 cm, Breite: 71 cm, Stärke: 30 cm. Allgemeine oberflächlicvhe Verwitterung. Keine Gefährdung. Geschützt seit 10. 5. 1972. Keine Sagen bekannt. Bis 1942 in nördlicher Stützmauer eingelassen, dann freistehend. Altbekannt. (Textkopie)

Ang. H. Torke, 1990:
Ein zweites Steinkreuz auf Börnersdorfer Flur dagegen hat seinen heutigen Platz erst seit 1942. In diesem Jahr wurde es im Vorgarten des Grundstückes Nr. 41 aufgestellt, vorher befand sich das Kreuz in der Stützmauer zur Zufahrt in den Hof des gleichen Grundstückes (siehe Abb. 30). Darüber, wo es ursprünglich gestanden hat, fehlt jede Nachricht. War sein Platz am Rande der durch Börnersdorf führenden mittelalterlichen Straße ? Deutet das große, in die ganze Breitseite eingeschlagene Schwert darauf, daß das Kreuz zur Sühne einer Gewalttat errichtet wurde ? All das sind Fragen, die nur durch einen glücklichen Archivfund beantwortet werden könnten. (Textkopie)

Horst Torke, Alte Steinkreuze zwischen Dresden, Pirna und Sächsischer Schweiz, Schriftenreihe des Stadtmuseums Pirna, H. 1 (2. überarb. Aufl.) Pirna 1990, Nr. 26, S. 45, 62, 84 m. Abb. 30 (Kopie; Zeichnung von Unbekannt, aus Sammlung G. Müller im Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden)

Quellangaben: Lit.: 1. Gerhardt Müller-Harald Quietzsch, Steinkreuze und Kreuzsteine in Sachsen, Inventar Bezirk Dresden, Berlin 1977, S. 271-273, Nr. 177 Börnersdorf, Kr. Pirna, Mbl. 5149 (102), S 14,15 / W 12,6 m. Abb. 207 (Kopie), daraus: 2. G. A. Kuhfahl, Die alten Steinkreuze in Sachsen, Dresden 1928, Nr. 20, S. 84/105 u. Nachtrag zum Heimatschutzbuch von 1928 (1936), Nr. 25, 3. K. Helbig, Die Steinkreuze im Königreich Sachsen als Grenzzeichen, Mitt. des Vereins f. Sächs. Volkskunde, 3. Bd., 1903-1905, H. 12, S. 385, 4. A. Klengel, Mord- und Sühnekreuze. Rund um den Geisingberg. in: Monatsbeil. zum Boten vom Geising und Müglitztel - Zeitung, 1924, S. 6, 5. W. Jobst-H. Grundig, Um Gottleuba, Berggießhübel und Liebstadt, in: Werte der deutschen Heimat, Berlin 1961, Bd. 4, S. 98-99, 6. G. Müller, Die Steinkreuze im Bereich der ehemaligen Amtshauptstadt Pirna, Bautzen 1964, S. 287 
 
Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-Liste der Bodendenkmale in Bad Gottleuba-Berggiesshübel, OT Börnersdorf: besonderer Stein, Börnersdorf, Steinkreuz, Spätmittelalter, nördlicher Ortsteil, westlich der Straße, im Garten von Gut 41, Schwerteinzeichnung, Schutz seit 10. Mai 1972, daraus: Fotokopie, Urheber: 'Rumtreiber 123' (Eig. Werk) Liz.-Nr. CC BY-SA 4.0

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Börnersdorf B: nordnordwestl. vom Ort, nordseitig der Straße nach Lichtenberg (Liebstadt), ca. 500 m nach dem Abzweig von der S 176 (im Ort), Steinkreuz

Obertägige Maße: (aktuell unbekannt), tief stehendes Steinkreuz aus Sandstein mit Balkenerweiterung und linear eingetiefter Darstellung einer ungespannten Armbrust (Verf.)

Ang. Lit. G. Müller-H. Quietzsch, 1977: Nordnordwestlich vom Ort, unmittelbar nordöstlich am Fahrweg (alte Poststraße und Kirchweg) nach Lichtenberg - Liebstadt, etwa 475 m vom Abzweig in Börnersdorf. 1 Steinkreuz. Kopf, Arme und Schaft zur Kreuzung zu verjüngend, mächtig. Sandstein. SO-NW (Ausrichtung). NO-Seite, im Kopf eingemeißelt: 1524 (andere Lesung 1824; dem Duktus  nach '5' wahrscheinlicher), neues Wegezeichen x, zwischen 15 und 24 näpfchenartiges Loch; in Höhe des Kopfansatzes beginnend und auf den Schaft reichend, eingeritzt im Umriß: ungespannte Armbrust; im Kopf senkrecht 3 Näpfchen, Rillen bis zum Fuß. Höhe: NO-Seite 120 cm, SW-Seite 107 cm, Breite: 138 cm, Stärke: 31 cm. Kratzspuren durch Landmaschinen; allgemeine oberflächliche Verwitterung. Gefährdung durch Maschinen und Fahrzeuge, eingesunken. Geschützt seit 27. 7. 1972. Um 1933 durch Richard Kutsche ohne Ortsveränderung gehoben. Keine Sagen bekannt. Altbekannt. (Textkopie)

Ang. Lit. H. Torke, 1990:
Abseits von der Poststraße lag Liebstadt. Die Lage der Stadt und der Burg läßt aber darauf schließen, daß Liebstadt die Schutzfunktion für einen alten Weg zu erfüllen hatte (J. Hemleben, Entwicklung eines Verkehrsnetzes in Sachsen, 1911, S. 55), welcher den damaligen Gegebenheiten entsprechend von Seitenhain oder Herbergen heruntergeführt haben muß und als Höhenweg über die im 15.Jahrhundert wüst gewordene Siedlung Lichtenberg nach Börnersdorf/Breitenau seinen Verlauf genommen hat. Auf älteren Karten, wie dem Meilenblatt, ist eine solche Wegelage noch zu erkennen. Zwischen Börnersdorf und Liebstadt bildete dieser Straßenzug, der bis in unsere Zeit als Feld- und Fahrweg erhalten blieb, auch den Kirchweg der Börnersdörfer, da Börnersdorf bis 1702 nach Liebstadt eingepfarrt war. Bevor sich der Weg nach Börnersdorf hinabwindet, steht linker Hand, etwas abseits vom Wege, aufrecht und weithin sichtbar, ein mächtiges Sandsteinkreuz. Es hat die Form des sogenannten Malteserkreuzes; auf der dem Weg abgewandten Breitseite ist die Zeichnung einer Armbrust eingeritzt. Im Gegensatz zu vielen Steinkreuzen, deren ursprünglicher Standort durch Umsetzungen in Vergessenheit geraten ist, kann man bei diesem Kreuz fast sicher sein, es noch am Ort seiner Errichtung vorzufinden. Nachweislich hat das Steinkreuz seit weit über 100 Jahren seinen Platz behalten, in dem Zeitraum also, wo durch Industrialisierung, Straßen- und Eisenbahnlinienbau die meisten Umsetzungen von Steinkreuzen vorgenommen wurden. Vordem bestand keine Veranlassung und Notwendigkeit, den Kreuzen einen anderen Standort zu geben; auch trug zu jenen Zeiten der Respekt vor den Zeugen der Vergangenheit dazu bei, daß die Steine an ihrem angestammten Platz belassen wurden. Das Steinkreuz wurde erstmalig 1857 von F.L. Bösigk erwähnt und durch eine Zeichnung vorgestellt. Er nennt zwei Kreuze in Börnersdorf, 'von denen ein vorzüglich großes Kreuz im freien Felde am Wege nach Liebstadt, unfern Lichtenberg' steht (F. L. Bösigk, Über Mordkreuze, Vortrag am 12. 1. 1857, in: Mittheilungen des Königlich Sächs. Vereins für Erforschung u. Erhaltung vaterländischer Alterthümer 10, H. Dresden, S. 38) (Textkopie)

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Abb. 47: Die Armbrustzeichen auf den Steinkreuzen in der Umgebung von Pirna: 1 Waltersdorf 2 Weißig 3 Kninice (CSSR) 4 Börnersdorf 5 Langhennersdorf 6 Wünschendorf

Horst Torke, Alte Steinkreuze zwischen Dresden, Pirna und Sächsischer Schweiz, Schriftenreihe des Stadtmuseums Pirna, H. 1 (2. überarb. Aufl.) Pirna 1990, Nr. 27, S. 45, 62, 63, 86 m. Abb. 31, 47 (Kopien)

Quellangaben: Lit.: 1. G. Müller-H. Quietzsch, 1977 S. 274-275, Nr. 178 Börnersdorf, Mbl. 5149 (102), S 16,5 / W 11,25 m. Abb. 208 (Kopie), daraus: 2. G. A. Kuhfahl, 1928 Nr. 21 m. Abb. 58 (Kopie)u. 1936 Nr. 26, 3. F. L. Bösigk, Über Mordkreuze, Vortrag am 12. 1. 1857, in: Mittheilungen des Königlich Sächs. Vereins für Erforschung u. Erhaltung vaterländischer Alterthümer 10, H. Dresden, S. 38, 4. BKD, 1883, Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, Bd. 1-15, bearb. v. R. Steche, Bd. 16-41  v. C. Gurlitt, Dresden 1882-1923, Bd. 2, S. 10, 5. K. Helbig, Die Steinkreuze im Königreich Sachsen als Grenzzeichen, Mitt. des Vereins f. Sächs. Volkskunde, 3. Bd., 1903-1905, H. 12, S. 382, 6. A. Klengel, Mord- und Sühnekreuze. Rund um den Geisingberg. in: Monatsbeil. zum Boten vom Geising und Müglitztel - Zeitung, 1924, S. 6, 7. G. Müller, Die alten Steinkreuze, in: Heimat, 8. Jg., 1934, Nr. 9-10, S. 65-80 u. Die Steinkreuze im Bereich der ehemaligen Amtshauptstadt Pirna, Bautzen 1964, S. 287, 8. W. Jobst-H. Grundig, Um Gottleuba, Berggießhübel und Liebstadt, in: Werte der deutschen Heimat, Berlin 1961, Bd. 4, S. 75 
 

Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-L. d. B. in Börnersdorf: besonderer Stein, Börnersdorf, Steinkreuz, Spätmittelalter, nordnordwestlich des Orts, nordöstlich am Weg nach LichtenbergArmbrusteinzeichnung, Schutz seit 27. Juli 1972, daraus: Fotokopie, Urheber: 'Rumtreiber 123' (Eig. Werk) Liz.-Nr. CC BY-SA 4.0

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Börnersdorf C: östl. des Ortes, im Heidenholz, ca. 1,1 km östl. der A 17, nördl. der Straße nach Hartmannsbach /S 174 (Waldweg ca. 100 m folgen, der ggü. des 1. nach Süden abzweigenden Fahrweges spitzwinkelig nach Nordwesten zum Standort führt), Steinkreuz

Obertägige Maße: (aktuell unbekannt), Steinkreuz aus Sandstein mit markanter Balkenerweiterung, got. Stilepoche (Verf.)

Ang. Lit. G. Müller-H. Quietzsch, 1977: Ostnordöstlich vom Ort, im Heidenholz, nördlich der Straße nach Hartmannsbach; 90 m von der Abzweigung des dritten Waldweges (von der westlichen Waldecke gerechnet), 1,30 m nordnordwestlich vom Weg. 1 Steinkreuz. Kopf, Arme und Schaft zur Kreuzung zu verjüngend, Kopf groß; der Schaft vom Fuß zur Kreuzung zu gleichmäßig verjüngend, Fußkanten gerade, Fußsohle eben. Sandstein. ONO-WSW (Ausrichgtung). Keine Einzeichnung. Länge: 122 cm, Höhe: NNW-Seite 85 cm, SSO-Seite 95 cm, Breite: 85 cm, Stärke: 20 cm. Allgemeine oberflächliche Verwitterung. Keine Gefährdung. Geschützt seit 27. 7. 1972. Nachdem das Kreuz nach dem 13. 8. 1967 (erste Begehung durch H. Quietzsch) umgedrückt worden war, ist es am 5. 6. 1971 durch die Kulturbund-Arbeitsgemeinschaft Numismatik Pirna und H. Quietzsch wieder genau an gleicher Stelle und in gleicher Orientierung aufgerichtet worden. Der im Boden steckende Schaftteil wurde in ein Stahlgerüst verschraubt. Bei Untersuchnung der Gründung wurden keine Funde gemacht. Sage: Am Ort spukt um Mitternacht ein  Reiter ohne Kopf (Kuhfahl 1928, S. 185). Altbekannt. (Textkopie)

Ang. H. Torke, 1990:
Als drittes Börnersdorfer Kreuz steht nordöstlich vom Ort im Heidenholz, einem Wald zwischen Börnersdorf und Hartmannsbach, ein Steinkreuz auf der Böschung eines kleinen, tief eingegrabenen Waldweges. Das schlichte Malteserkreuz befindet sich hinter Gestrüpp verborgen, verwittert und ohne Inschrift oder Verzierung. Die Lage des Steinkreuzes wird früher nicht so einsam wie heutzutage gewesen sein. Im Bereich des Heidenholzes werden zwei Wüstungen vermutet, die zwischen 1472 und 1540 als 'Heidenholz' und 'Lindenknoch' bezeichnet wurden (Werte der deutschen Heimat, Bd. 4, Um Gottleuba, Berggießhübel und Liebstadt, Berlin 1961, S. 80). Unweit führte eine 'Eisenstraße' von Gottleuba/Giesenstein über Hartmannsbach nach Breitenau. Neben dieser Straße ist ein weiterer alter Weg bekannt, der die Gegend berührte. Es ist der, ebenso wie die 'Eisenstraße' auf dem Meilenblatt angegebene sogenannte 'Königsweg'. Er zog von Gersdorf, Hartmannsbach nach Breitenau. All die genannten Wege treffen in Breitenau aufeinander. Hier befinden sich 3 Steinkreuze; ältere Beschreibungen sprechen von 7 Kreuzen, die früher einmal im Ort gestanden haben sollen. (Textkopie)

Horst Torke, Alte Steinkreuze zwischen Dresden, Pirna und Sächsischer Schweiz, Schriftenreihe des Stadtmuseums Pirna, H. 1 (2. überarb. Aufl.) Pirna 1990, Nr. 28, S. 45-46 o. Abb.

Quellangaben: Lit.: 1. G. Müller-H. Quietzsch, 1977 S. 274-277, Nr. 179 Börnersdorf, Mbl. 5149 (102), S 14,4 / W 19,0 m. Abb. 209 (Kopie), daraus: 2. G. A. Kuhfahl, 1928 S. 185, Nr. 22 u. 1936 Nr. 27, 3. BKD, 1882, Bd. 1, S. 10, 4. A. Klengel, 1924, S. 6 u. Sagenbuch des östlichen Erzgebirges, Altenberg 1938, S. 44-45, 5. S. Lange, Von Schwedenkreuzen und Gespenstersteinen, in: Kulturvorschau Kreis Pirna, März 1956, S. 5, 6. Jobst-Grundig, 1961 S. 288

Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-L. d. B. in Börnersdorf: besonderer Stein,Börnersdorf,SteinkreuzSpätmittelalter, ostnordöstlich des Orts, im Heidenholz, nördlich der Straße nach HartmannsbachSchutz seit 27. Juli 1972, daraus: Fotokopie, Urhber: 'Rumtreiber 123' (Eig. Werk) Liz.-Nr. CC BY-SA 4.0
 
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