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Radibor, OT Camina, Lkr. Bautzen, ca. 600 m nordöstl. der Ortsmitte von Camina, nordseitig an der Altstraße (Feldweg) Camina-Crosta, ca. 20 m (A) bzw. 40 m (B) vor deren Einmündung (Kreuzung) in die Ortsverbindungsstraße Lomske-Luttowitz (S 106), Flur 'Grünbusch' 2 Kreuzsteine (1 Wegweisersäule) |
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Obertägige Maße: A: (aktuell nicht bekannt) s. Beschreibung unter 'Sachsen-Camina', B: vergleichbarer Kreuzstein aus Granit mit Inschrift, ebenfalls linear eingetiefte Kreuzeinzeichnung mit Balkenverbreiterung (Verf.) |
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Beide Kreuzsteine wurden nach 2014 überarbeitet und neu gesetzt, dabei ging ihre 'Altertümlichkeit' verloren. Der seit jüngster Zeit in einer Schotterschutzfläche neu aufgestellte Kreuzstein A stand vorher an der Ostseite obiger Kreuzung neben der noch heute dort befindlichen Wegweisersäule (s. Foto 2014). Nach Lit. J. Naumann, 1909, erinnere der Kreuzstein an das im 14. Jh. zerstörte Dorf Hronowy. 'Dem Stein gegenüber steht ein neuerer, der eine unleserlich gewordene wendische Inschrift hat'. Damit dürfte der Kreuzstein B gemeint sein, der noch heute westl. der Kreuzung steht, aber nicht im Schrifttum aufgeführt wird (zwischenzeitlich verschollen ?). Die heutige Ansichtsseite zeigt die Inschrift (hier derzeit nicht bekannt), Rückseite Kreuzeinzeichnung (Verf.) |
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Die Kreuzsteine werden als einstige Straßengerichtszeichen die kirchlich grundherrliche Verwaltungsgeschichte der Gemeinde Radibor mit seinen früheren Ortsteilen widerspiegeln (Verf.). Radibor wurde im Jahre 1221 erstmals in einer bischöflichen Urkunde erwähnt. Weitere frühe Nennungen sind 1346 in den Matrikeln des Bistums Meißen und 1359. Um 1220 bestand bereits eine Pfarrgemeinde. Die Kirchgemeinde Radibor war die einzige in Sachsen unter weltlicher Feudalherrschaft (mit kirchlichen Anteilen), die nach der Reformation (16. Jh.) katholisch blieb. Der Übertritt zum Protestantismus wurde im 16. und 17. Jahrhundert mehrfach von den evangelischen Grundherren des Gutes angestrengt, scheiterte jedoch immer am massiven Widerstand der Bevölkerung. (Verf. frei nach wikipedia.org-wiki-Radibor-Geschichte, Auszüge) |
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Quellangaben: Lit.: 1. Gerhardt Müller-Harald Quietzsch, Steinkreuze und Kreuzsteine in Sachsen, Inventar Bezirk Dresden, Berlin 1977, S. 26-27, Nr. 8 m. Abb. 9, daraus: 2. J. Naumann, Steinkreuze und Kreuzsteine von Bautzen und Umgegend, Bautzen 1909, S. 20-21 m. Abb. 41, 3. Unsere Heimat 1934, Nr 32, 4. Stephan Altensleben, Rätselhafte Steinkreuze - Die Entdeckung ihrer wahren Bedeutung, Langenweißbach 2023 |
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c.2025 www.kreuzstein.eu |
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