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Grimma, OT Döben, Lkr. Leipzig, A: Ortskern, südöstl. Ecke des Dorfplatzes, an der Mauerecke des sog. ‘Drescherhaus’ (‘Dorfplatz Nr. 8’), am Abzweig der Dorfstraße nach Südost in Richtung Grechwitz, Steinkreuz

Ang. Lit. H. Quietzsch, 1980:

Mitten im Ort, an der südöstlichen Ecke des Dorfplatzes, unmittelbar vor der Mauerecke des sog. Drescherhauses am Abzweig der Dorfstraße nach Südost in Richtung Grechwitz, 1 Steinkreuz. ‘Markt’ (Flurname). Kopf, Arme und Schaft gerade; kurze Arme. Quarzporphyr. NNW-SSO (Ausrichtung). WSW-Seite, im Kopffeld beginnend und weit auf den Schaft reichend, als Flachrelief: Dreschflegel. ONO-Seite nicht sichtbar. Auf der WSW-Seite des NNW-Armes sah Gurlitt 1897a ‘undeutlich ein Hufeisen’, was andere unbesehen übernahmen. Pfau 1907b schreibt aber nach Autopsie von einer rundlichen narbenartigen Vertiefung, die man als Hufeisen gedeutet habe; der glaubwürdige Döbener Lehrer Voigt schreibt davon, daß früher links eine Sichel erkennbar war. Heute befindet sich an der fraglichen Stelle eine Narbe im Stein (Voigt 1908; Voigt 1929). Höhe: WSW-Seite 84 cm, ONO-Seite nicht meßbar, Breite: 50 cm, Stärke: 26 cm. Da der Stein prellsteinartig aufgestellt ist, wird der Flegelstiel ständig beschädigt, ebenso die Schaftkante; narbenartige alte Beschädigungen am NNW-Arm, der früher Sichel oder Hufeisen gezeigt haben soll. Allgemeine oberflächliche Verwitterung. Steht prellsteinartig an der Mauerecke und ist nicht allseitig sichtbar. Geschützt seit 7. 1. 1963. Sage: Zwei Drescher (auch Brüder) aus dem Drescherhaus haben sich im Streit gegenseitig mit Dreschflegeln erschlagen (Zeugen 1953, Steinkreuzsage 1966 u. 1970). Der Name ‘Hoher Stein’ bei Kuhfahl 1928, S. 191, ist eine Verwechslung mit dem aufgerichteten menhirartigen Einzelstein ‘Hoher Stein’ bei Döben. (Textkopie Lit. H. Quietzsch, 1980)

‘... Keinen besonderen Sinn scheint der Name ‘Hoher Stein’ für das kleine Kreuz mit dem Dreschflegel in Döben zu haben.’ (Textkopie Lit. G. A. Kuhfahl, 1928, S. 191)

Anm.: die dunkle Verfärbung im unteren Teil lässt auf einen bis dahin bestandenen Tiefstand des Kreuzes über längere Zeit erkennen (Verf.)

Quellangaben: Lit.: 1. Harald Quietzsch, Steinkreuze und Kreuzsteine in Sachsen, Inventar Bezirk Leipzig, Berlin 1980, S. 80-81, Nr. 40 Döben, Kr. Grimma, Mbl. 4742 (28), S 17,7 / O 18,2 m. Abb. 56 (Kopie), daraus: 2. G. A. Kuhfahl, Die alten Steinkreuze in Sachsen, Dresden 1928, Nr. 47, S. 84/113/115/191 u. Nachtrag zum Heimatschutzbuch von 1928 (1936), Nr. 53, 3. C. Gurlitt, 1897a, S. 53 m. Abb. 68 (s. Rubrik Literatur), 4. H. Wiechel, Alte Steinkreuze in Sachsen, Mitt. des Vereins für Sächs. Volkskunde, 1. Bd., 1897-1899, H. 11, S. 2-6 m. Abb., 5. Prof. Dr. Wiliam Clemens Pfau, Das Pferd, Ein Beitrag zur geschichtl. Volkskunde. Mitt. des Vereins für Sächs. Volkskunde, 3. Bd., 1903-1905, H. 3, S. 70-79, H. 4, S. 108-117 u. 1907a, Sind die alten Steinkreuze Grenzzeichen ?, Erzgebirgszeitung. Volkstüml. Monatsschrift für Nordwestböhmen. Teplitz, 28. Jg., H. 4, S. 75-79, H. 5, S. 109-113, H. 6, S. 130-135 u. 1907b, gl. Titel, Sonderdruck, 6. K. Helbig, Die Steinkreuze im Königreich Sachsen als Grenzzeichen, Mitt. des Vereins f. Sächs. Volkskunde, 3. Bd., 1903-1905, H. 12, S. 369-389 u. 1906b, gl. Titel u. 1906c, gl. Titel, Blatt des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- u. Altertumsvereine, 54. Jg., Nr. 3, Sp. 123-127, 7. R. Neumann, Alte Steinkreuze in der Gegend der mittleren Saale. Programm der Oberrealschule zu Weißenfels (36), 1907, S. 3-21, 8. E. Voigt, Döben-Golzern, Was wir aus ihrer Vergangenheit wissen, Grimma 1908 u. 1929, gl. Titel, 9. G. A. Kuhfahl 1912, S. 60 u. 1913a u. 1914, S. 224, Nr. 40 u. 1916, S. 29 u. 1918, Nr. 40, S. 65 (s. Rubrik Literatur, Kuhfahl-Verz. Publikationen), 10. P. Krause, Steinkreuz im Dorfe Döben bei Grimma, in: Mitteldeutsche Blätter für Volkskunde, 3. Jg., H. 5, S. 68 m. Abb., 11. G. Schellhorn, Von alten Steinkreuzen, Wurzener Heimat, Samml. von Aufsätzen, Dichtungen u. Sagen, Wurzen 1933, S. 250-252, 12. H. Quietzsch, Die Steinkreuze im Kreis Grimma, Grimma 1952, Bl. 10 (Kreis - Museum Grimma), 13. Steinerne Zeugen mittelalterl. Gerichtsbarkeit (H. Quietzsch), in: Leipziger Volkszeitung 1952, Ausg. Grimma, 8. Jg., Nr. 24, 29. 1. 1952, 13. R Sturm-Francke, Kleiner Heimatführer durch den Kreis Grimma, Grimma 1953, S. 5, 14. R. P. Rossberg, Grimma, Naunhof, Leipzig, in: Unser kleines Wanderheft 20, S. 31, 15. R. Sturm-Francke, Sühnekreuz, in: Der Rundblick, Wurzen 1961, 8. Jg., H. 3, S. 141 m. Abb., 16. G. Müller-H. Quietzsch-H.-J. Wendt, Zur Steinkreuzforschung und -erhaltung. in: Sächs. Heimatblätter 10. Jg., H. 3, S. 257-268 m. Abb., 17. H. Kaufmann-H. Quietzsch, Von der ältesten Besiedlung des Colditzer Landes im Rahmen der Ur- und Frühgeschichte der Grimmaer Pflege, 700 Jahre Stadt Colditz, Colditz 1965, S. 15-54      

Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-Liste der Kulturdenkmale in Grimma, OT Döben: Steinkreuz, Dorfplatz 8 (bei), 12./13. Jh., ortsgeschichtlich von Interesse, Seltenheits- und Dokumentationswert. Granit, verwittert ID 08966621, daraus: Fotokopie, Urheber: ‘Radler59’ (Eig. Werk), Liz.-Nr. CC BY-SA 3.0

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Döben B: ca. 100 m südöstl. von Objekt A, südseitig an der ‘Schomergasse’, etwa bündig in einer Grundstücksbegrenzungsmauer eingesetzt, Steinkreuz

Ang. Lit. H. Quietzsch, 1980:

Im südöstlichen Ortsteil, südwestlich an der Dorfstraße in Richtung Grechwitz, in der straßenseitigen Bruchsteinmauer zum Gut Nr. 19, 10 m nordwestlich vom Hofeingang. 1 Steinkreuz. Kopf und Arme gerade, Schaft zur Kreuzung zu leicht verjüngend. Quarzporphyr. NW-SO (Ausrichtung). Keine Einzeichnung auf der sichtbaren Seite. Erhaltene Länge: 78 cm, Breite: 68 cm, Stärke: 21 cm. Unteres Schaftstück alt weggebrochen und fehlend, unteres Stück vom NW-Arm alt abgeschlagen. In die Mauer eingesetzt und nicht allseitig sichtbar. Geschützt seit 7. 1. 1963. (Textkopie Lit. H. Quietzsch, 1980)

nach einer örtlichen Sage sitzt der ‘Kuwwld’ bei Vollmond auf dem Dachfürst des Hofgutes und mahlt Kaffe (Quelle: ...doeben.de-Rundgang durch Döben)

Rundgang durch Döben

Quellangaben: Lit.: 1. Harald Quietzsch, Steinkreuze und Kreuzsteine in Sachsen, Inventar Bezirk Leipzig, Berlin 1980, S. 82-83, Nr. 41 Döben, Kr. Grimma, Mbl. 4742 (28), S 17,4 /O 18,0 m. Abb. 57 (Kopie), daraus: 2. G. A. Kuhfahl, 1928 s. o. Nr. 48, S. 84 u. 1936 Nr. 54 u. 1913b, S. 171 u. 1914, S. 224, Nr. 41 u. 1918, Nr. 41 (s. Rubrik Literatur, Kuhfahl-Verz. Publikationen), 3. C. Gurlitt, 1897 s.o. S. 53, 4. H. Wiechel, 1899 s. o. S. 4, 5. K. Helbig, 1905, S. 377-379 u. 1906b, S. 10, 6. E. Prasse, Über die Steinkreuze im Königreich Sachsen, Leipziger Zeitung, Nr. 52, 1. Beil., 3. 3. 1906, 7. G. Schellhorn, 1933 s. o S. 251, 8. H. Quietzsch, 1952 s. o. Bl. 10, 9. R. Sturm-Francke, 1953 s. o. S. 5, 10. H. Kaufmann-H. Quietzsch, 1965 s. o. S. 48

Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-Liste der Kulturdenkmale in Grimma, OT Döben: Einfriedungsmauern und ein eingemauertes Steinkreuz, Schomergasse 1; 3, 18. Jh., Bruchsteinmauer entlang der Straße, ortsbildprägend. ca. 15 Meter vom Eingang Grundstück Nummer 1, ein eingemauertes mittelalterliches Steinkreuz aus Granit (wohl 13. Jahrhundert), Geschichtswert, ID 08966622, daraus: Fotokopie, Urheber: ‘Radler59’ (Eig. Werk), Liz.-Nr. CC BY-SA 3.0, 2. ...doeben.de-Rundgang durch Döben m. Abb.

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Döben C: südöstl. außerhalb des Ortes, an der Straße nach Grechwitz, auf der Höhe, Menhir, Benennung: ‘Hohe Stein’

Obertägige Maße: (derzeit unbekannt), stelenartiger, spitz auslaufender Block aus Quarzporphyr, vermutlich aus heidnischer Zeit stammendes Kultobjekt; s. Ang. bei Objekt A bzgl. Verwechslung in Lit. G. A. Kuhfahl, 1928 (Verf.)

Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-Liste der Bodendenkmale in Grimma, OT Döben: besonderer Stein, Monolith, „Hoher Stein“, undatiert, südöstlich des Orts, ostnordöstlich an der Straße nach Grechwitz, vorgeschichtlicher Menhir, säulenartiger aufgerichteter Stein auf künstlichem Hügel, Schutz seit 23. Mai 1935, erneuert 17. Mai 1956, daraus: Fotokopie, Urheber: ‘Radler59’, (Eig. Werk), Liz.-Nr. CC BY-SA 3.0

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