DAS REALE CHRISTENTUM

‘Religion’ (Gott- Götterverehrung) ist nichts anderes als aus grenzenloser Phantasie entstandene, unbewiesene Behauptungen und dogmatische Hirngespinste. Seither, bis in unsere Zeit, ist damit weltweit der Tod zahlloser Menschen verbunden, im Streit um angebliche Wahrheit, Auslegung, Interpretation. Speziell das Christentum blickt auf eine 2000 jährige Geschichte zurück, die von beispielloser Grausamkeit geprägt ist und verweist auf ein ‘Gott’ genanntes Fabelwesen, für dessen Existenz kein objektiv realer Beweis erbracht werden kann (Verf.)

papst gregor der grosse

Die Darstellung erinnert an eine grauenvolle Begebenheit. Eine Autorität betraft die Geldgier eines Mönches indem er diesen bei lebendigen Leibe begraben ließ. Diese Autorität, deren Nachfolger sich bis in unsere Tage hinein halten konnten, heißt Papst Gregor (der Große), der am 3. 9. 590 vom Senat in Rom zum Papst gewählt wurde. Ein unerhörtes Verbrechen, verübt vom angeblich besten Christen und Stellvertreter Gottes auf Erden. Bereits hier in frühchristlicher Epoche zeichnet sich ab was die nachfolgenden Jahrhunderte, geprägt vom Christentum erwarten sollte. Mit der Ausbreitung des Christentums erscheint zwangsläufig der Begriff Christianisierung, was das Ausrotten ganzer Kulturvölker, das Niederbrennen und Veröden weiter Landstriche war. Besondere Erwähnung muss hier der grausame Vernichtungskrieg Karl des Großen gegen die heidnischen Sachsen finden, der in der Willkürstat gipfelt, dass er befahl aus den Reihen der Besiegten, 4000 Männer bei Verden an der Aller, köpfen zu lassen. Weiterhin das Wüten der europäischen Seemächte in der neuen Welt, wie etwa die katholische Spanische Krone, die dem Inkareich auf barbarichste Weise den Todesstoß versetzte. (Verf.)                                                                     

Die Heiligen Kriege des christlichen Abendlandes, Die Kreuzzüge: Papst Urban II ruft auf der Synode von Clermont-Ferrand, 1095, mit feuriger Rede die abendländische Christenheit zum Heiligen Krieg gegen die ungläubigen Moslime und zur Befreiung der heiligen Stätten auf - unvorstellbare Blutbäder, zahllose Opfer. Man denke nur an die Eroberung Jerusalems wo die Ritter des Christlichen Kreuzes die gesamte Stadtbevölkerung niedermetzelten, samt der wehrlosen Alten, Frauen und Kinder. Eine fundamentale Lehre der Bibel ist, das Wort Gottes mit der Predigt und nicht mit dem Schwerte zu verbreiten ! (Verf.)

Der Kreuzzug gegen Christen: Albigenserkreuzzug 1209-1229, Papst Innozenz III. befiehlt die Ausrottung der in Südfrankreich ansässigen Katharer (Verichristiani = wahre Christen) Anhänger einer christlichen Glaubensbewegung, deren zelebrierte Maria Magdalena-Verehrung im Zwiespalt mit der vom Vatikan vorgegebenen ‘Wahrheit’ stand. Nach neuestem Forschungsstand wird Maria Magdalena als eine zu Jesus Christus sehr nahe gestandene, bedeutende Frau gesehen, mit der er möglicherweise verheiratet war und auch Kinder zeugte. Nach Berichten der 4 Evangelisten (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes) war sie die erste Person, die ihnen die Kunde vom leeren Grabe Christi, sowie auch die Begegnung mit dem Auferstandenen brachte. Von daher kann Maria Magdalena als Begründerin des Christentums angesehen werden - ‘Das Evangelium einer Frau, die evtl. mit Jesus Christus Kinder zeugte’ (?) konnte ‘unmöglich’ in die Lehrdiktatur der röm.-kath. Kirche passen, wurde kategorisch totgeschwiegen, sogar als ketzerisch erklärt. M. Magdalena verschwand zunächst und ist erst wieder durch angebl. Reliquien, die in den Kirchen von Vezelay und Saint-Maximin-la-Saint-Baume, Südfrankreich, aufbewahrt werden nachweisbar. Tausende Menschen, vom Greis bis zum Kleinkinde, wurden durch die Inquisition gefoltert, dahingemordet, verbrannt und vertrieben.  Paradox: Ein Kreuzstein am Platze der Katharer-Hochburg Montsegur wohl als christl. Symbol der Sühnung von Verbrechen, die von Christen begangen wurden. (später Ketzer von Katharer, abgel., synonym für Häresie). Die Ausrottung der Katharer durch die röm.-kath. Kirche war ein Völkermord im Zeichen des Kreuzes ! (Verf.)

uheber: dencey, vertreibung aus carcassonne urheber: yeza, kreuzstein von montsegur

Der Raubmord an den Tempelrittern: (Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem) Am 13. Oktober 1307 (Ursprung: Freitag der 13.) ließ der französische König Philipp IV. (der Schöne) im Einvernehmen mit Papst Clemens V. alle Quartiere der Tempelritter besetzen und alle fassbaren Mitglieder verhaften, worauf sämtliche materiellen Güter durch Vatikan und Königshaus konfisziert wurden; es folgte ein an Grausamkeit und Verleumdung kaum zu übertreffender Machtmissbrauch, indem durch die Inquisition ‘Geständnisse’ von Sodomie und Ketzerei erfoltert wurden, die dann zur Hinrichtung tausender Tempelritter führten - ein ungeheuerliches Verbrechen verübt von Christen im Namen Jesus Christus rein zum Zwecke der Bereicherung (Verf.)    

Die Ermordung des Bußpredigers Savonavola: Girolamo oder Hieronymus Savonarola (* 21. September 1452 in Ferrara, Italien. † 23. Mai 1498 in Florenz, Italien) war ein italienischer Dominikaner und Bußprediger, eine mit Martin Luther vergleichbare vorreformatorische Figur der Weltgeschichte. Er begann um 1494 in Florenz den damaligen luxoriös auschweifenden, unsittlich entarteten Lebenswandel der Eliten von Klerus und herrschenden Adel anzuprangern. Schnell war er damit dem Papst Alexander VI. in Rom ein Dorn im Auge und wurde zunächst mit Predigverbot belegt, die jedoch ignoriert wurde. Schliesslich als Häretiker, Schismatiker und Verächter des hl. Stuhles exkommuniziert verlor Savonarola seinen Einfluss in Florenz, wurde eingekerkert, grausam gefoltert und 1498 auf der Piazza della Signoria öffentlich hingerichtet.   

Großes Unheil und Verderben bringt die Zeit der Glaubensspaltung und den damit verbundenen Glaubenskriegen. Die Res Publica Christiana, die Universalkirche der Christenheit, als deren Herr sich der Kaiser verstand, wird durch pol. Machtkämpfe, Reformation (kathol. Reform) und Gegenreformation fundamental erschüttert. (u.a. Auslösung des Dreißigjährigen Krieges) - Hunderttausende Tote. (Verf.)

DIE HEXENPROZESSE - EIN JUSTIZMORD GIGANTISCHER DIMENSION UND GRAUSAMKEIT - BEGANGEN VON DER KATHOLISCHEN KIRCHE !

Eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte überhaupt ist zweifellos das Monster Heilige Inquisition, Ausgeburt des Christentums ! Es wütete mehrere Jahrhunderte mit beispielloser Grausamkeit, Unmenschlichkeit im gesamten Abendlande. Hunderttausende unschuldiger Menschen sahen sich Gerichtsbarkeiten gegenüber, die sie der Ketzerei und Hexerei (mit dem Teufel im Bunde, Zauberei, usw.) beschuldigten, ‘Geständnisse’ durch Folter erpressten und neben der Lebendverbrennung die grässlichsten Todesstrafen verhängten. In erschreckendem Maße entwickelte sich hier ein unkontrollierter Freiraum, der zunehmend zur Ausübung von Folterlust, Vergewaltigung und Perversion an hilflos ausgelieferten ‘Delinquenten’ missbraucht wurde, darin gipfelnd, dass oft sogar die Opfer gezielt ausgesucht wurden, z. B. nach sexuellen Anreizen, Begüterung oder politischer Einstellung. (aller Besitz wurde konfisziert, Prozesskosten mussten von den Beschuldigten oder deren Angehörigen getragen werden - Wein, Bier, Speisen, Gerätschaften für die Inquisitoren, Richter und Folterknechte, Holz für die evtl. Verbrennung usw.) Was dort in tiefen Kellern unvorstellbar Grausames, Niederträchtiges, Viehisches und wider jeder menschlichen Moral verübt worden ist, weiß nur Opfer und Täter, lässt anhand der Zeugnisse erschaudern - ganz zu schweigen von den heimlich begangenen brutalen Schandtaten der Unholde und Schergen, die nicht selten ‘über Nacht’ zum Tode führten und als ‘Teufelswerk’ ausgeschrieben wurden, der den ‘Verrat seines Gefolges rächen wollte’. Das exzessive Schänden von Frauen wurde zum ‘feucht fröhlichen’ Alltag der Richter, Fürstbischöfe und Schergen. (z.B. Foltertisch mit Kopf-Handgelenk -Fixierung, Foltergerät ‘Birne’- daraus erklärt sich das Herausschneiden der Zunge vor der öffentlichen Hinrichtung). Wie schnell in jener Zeit ein unbescholtener Mann, eine ehrbare Frau in den Sog dieser Mordmaschinerie, inmitten der gottesfürchtigen christlichen Welt geraten konnte, möchten dieses Beispiel zeigen: allein schon das ‘Besagen’ etwa durch einen feindlich gesinnten Nachbarn, aus welchen niederen Gründen auch immer, oder von bereits Beschuldigten erfoltert, reichte aus für eine Verhaftung durch die Inquisition. Sofort war der Beschuldigte, gleich einer Vorverurteilung, dem Martyrium der Gefängnishaft und der meist damit verbundenen willkürlichen Gewalt der Schergen ausgesetzt. Brachte die gütliche Befragung, wobei die Foltergerätschaften gezeigt wurden, kein ‘Geständnis’ folgte das peinliche Verhör: nackt, an einem Seil, das an den rückenseitig gefesselten Handgelenken befestigt war, wurde der ‘Delinquent’ aufgezogen um zunächst an allen Körperstellen nach dem vermeintlichen ‘Hexenmal’ zu suchen, um dann eine Nadel hineinzustechen - blutete es nicht war es gefunden, denn der ‘Teufel’ schützt sein Gefolge. (ähnlich war es mit den sog. ‘Wasserproben’) Dann wurden an den Beinen bis zu fünfzig Kilo schwere Gewichte angehängt, worauf meistens nach kurzer Dauer auch der stärkste Wille gebrochen war und die Gerichtsschreiber legten nieder, was man hören wollte. Es sind nachweislich Fälle bekannt, wo sogar dummes Kindergeschwätz ganze Prozesswellen auslöste, sowie auch Kinder verurteilt und hingerichtet wurden. Die Deklaration der Existenz des Teufels ist ein Werk der Kirche, wobei sie gleichzeitig die dazugehörigen Todsünden wie Ketzerei und Hexerei erfindet - Dogmen, die als Werkzeuge zur Unwiderlegbarkeit des kirchlichen Weltbildes dienten. (Verf.)

z. B.: Fürstabtei Fulda, Fürstabt Balthasar von Dernbach (1570-1575) setzt den Zentgraf und obersten Strafrichter Balthasar Roß (oder Nuss, 1618 enthauptet) zur Hexenverfolgung ein, der von Zeitgenossen, wie W. G. Soldan und Baschwitz als Sadist schlimmster Art und kaltblütiger Verbrecher bezeichnet wurde, der in der Zeit ab 1603 mindestens 250 Menschen willkürlich, entgegen der Regeln folterte und zur Hinrichtung brachte, der insgeheim Geld zur Besagung unschuldiger Menschen bot; Oder Franz Buirmann und Heinrich von Schultheiß, Kurfürstentum Köln, erste Hälfte 17. Jh., ersterer von Schormann als agiler Massenmörder bezeichnet - gnadenlose Folterer, die Hunderte Menschen halbtot quälten und schindeten um sie dann auf dem Scheiterhaufen umzubringen. Kaum zu glauben, aber mittelalterliche Realität der zahllose Menschen dem vorgehaltenen Kruzifix zum Opfer fielen. (Quelle: H.-J. Wolf, S. 421-426) (Verf.) 

s.u. die Todesstrafe des Zersägens (Tötung des Ulisses, 14. Jh. unbek. Urheber) Das heute oft von der Kirche verbreitete Argument mangelnder mittelalterlicher Wissensstand und Aberglaube führte zur Entwicklung der Hexenprozesse ist haltlos, denn nachweislich wurden von den führenden Theologen der gesamten Epoche erhebliche Zweifel an dieser Praktik gehegt, speziell der des peinlichen Verhöres, um nicht etwa ‘unschuldige’ Menschen zu verurteilen. Hier spiegeln sich jedoch die Machtverhältnisse wieder - Die Theologie als wissenschaftliche Auseinandersetzung der Lehre des christlichen Glaubens an Gott unterliegt dem Machtapparat des Klerus bis hinauf an höchste Stelle der Christenheit - dem Vatikan; wurden doch sogar Geistliche, die gegen den Hexenwahn predigten, exkommuniziert bzw. sogar als Ketzer hingerichtet (Verf.)

strafe des zersaegens
heinrich von schultheiss

Die literarisch verfasste Grundlage des von der Kirche verbreiteten Irrglaubens der Ketzerei und Hexerei, im Grunde ein erfundenes Diktatur-Dogma mit dem Ziel der materiellen Bereicherung und zugleich Werkzeug zum Machtmissbrauch, bildet der sog. ‘Hexenhammer’ (Malleus Maleficarum). Eine 1486 in Speyer oder Straßburg erschienene Niederschrift des Dominikaners Heinrich Kramer und von Jacob Sprenger zur Legitimation und Führung von Hexenverfolgungen bzw. Prozessen. Bereits die erste Frage eines Verhöres behandelte die Existenz des Teufels, wurde verneint galt das als ketzerisch, wurde bejaht war es fast unmöglich aus den suggestiv orientierten Fragen dieses Werkes u. damit der Inquisition zu entkommen. Damit wurde auch der weltlichen Gerichtsbarkeit die Grundlage gegeben, Prozesse in diese Richtung auszuführen. Oft wurden Anklagen gegen wohlhabende Bürger erhoben, rein aus den Motiven Habgier oder Bereicherung durch Konfiskation bzw. Freisprechung gegen Kaution, da auch die Prozesskosten von den Opfern oder deren Verwandten aufgebracht werden mussten (Verf.)

In der Zeit der ausufernden Kulmination der Hexenprozesse in Deutschland, etwa 1. Hälfte des 17. Jh., wagt es einer der wenigen  Christen aus Überzeugung im christlichen Sinne diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuprangern - der Philosoph und Moraltheologe Friedrich Spee (Jesuit, *25. Februar 1591 in Kaiserswerth, + 7. Aug. 1635 in Trier) Verfasser der ‘CAUTIO CRIMINALIS’, eine Schrift, die im April 1631 in Rinteln vom Universitätsbuchdrucker Peter Lucius ohne Approbation gedruckt wird. Spees Klagepunkte richten sich hauptsächlich gegen die unmenschlichen Praktiken bei den Hexenprozessen, speziell die Anwendung der Folter, worüber er sagt: ‘mit der Folter kann man zu jedem gewünschten Ergebnis gelangen. Viele Richter sind frech, habgierig, unwissend und blutgierig. Das Konfiszieren der Hexengüter muss aufhören und damit die Straflosigkeit der ungerechten Richter. Das Geständnis darf nicht erpresst werden. Die Folter ist eine Schande vor Gott und gegen die Gerechtigkeit. Richter und Henker quälen die Unglücklichen so lange, bis sie sich für schuldig bekennen, obwohl sie nichts getan haben. Nie kann man mit der Tortur die Wahrheit erforschen. Sie ist abzuschaffen. Ihre Anwendung darf nicht der richterlichen Willkür überlassen bleiben. Mit dem Blut von Menschen darf man nicht spielen ...’ (Verf.) 

Zitat Erzbischof Johann Friedrich (Herzog zu Schleswig-Holstein, 1596-1634): ‘...auf bloses, entweder freiwilliges oder gepeinigtes Anzeigen und Bekenntnis der bösen Weiber und verzweifelten Hexen dürfen keine unverleumdete und unverdächtige Personen eingezogen werden ...’ weiter im Edikt von 1603 betont er: ‘... ein mit Wasserprobe und leichtfertiger Tortur geführtes Beweisverfahren sei nicht allein obgedachten Rechten undt Reichsordnung, sondern auch der Nathur und menschlichen Vernunft dermaßen zuwider, das ein verständiger Christ sich darob, wan er höret, entsetzen muß’ (Quelle: H.-J. Wolf, S. 801-810) (Verf.)

Martin Luther

Eines der weniger bekannten Wirken des großen deutschen Reformators ist die Tatsache, dass er ein entschiedener Befürworter bzw. Förderer der Hexenverfolgungen in Deutschland war. Luther unterliegt den unzähligen aberwitzigen Ammenmärchen über angebliche Fähigkeiten vermeintlicher Hexen und Zauberer, wie u. a. Schadenzauber, Wetter-, Mäuse-, Krötenmachen, Milch- und Butterzauber oder Hexenflug usw. Weiter gibt er vor, der Teufel sei ‘tägliche Erfahrung’, bereits Neugeborene sind von ihm besessen und der * Taufzweck ist der Exorzismus. Von der Kanzel doziert er ‘...die bösen Teufelshuren stehlen Milch, machen Wetter, martern die Kinder in der Wiege und bezaubern die ehelichen Gliedmaßen’ oder ‘...der böse Geist könne die Zauberinnen schwängern’ (Quelle: H.-J. Wolf, S. 89-106)

Freilich ! erweckt eine derartig primitive Denkweise die Frage nach dem wirklichen Intelligenzgrad eines Martin Luther - seine Intelligenz war anstudiert, er ist immer ein Mann des Volkes geblieben. Er vermochte es nicht, wie F. Spee ein Menschenalter später, über die Grenzen seines Zeitgeistes hinaus zu blicken. Mittels seiner Autorität infiziert er landesweit Tausende leichtgläubige und einfältige Prediger, die ihm vorbehaltlos nacheifern. Im Juni 1540 zeigen sich in seinem Umfeld die Folgen, in Wittenberg werden vier Hexen und Zauberer verbrannt (Verf.)

*Taufe: Mit dem Vollzug der Taufe wird das Interesse der Kirche allgegenwärtig den blutjungen Menschen in ihren Einfluss zu bringen bzw. tributpflichtig zu machen. Im Grunde ist es ein geistiger Entmündigungsakt, denn es wird nicht abgewartet bis der mündige Mensch von allein und aus Überzeugung diesen Schritt vollziehen möchte. Man behauptet die rechtmäßig vollzogene Taufe schütze vor dämonischen Mächten, da es aber keine gibt, stellt man sich damit auf eine sehr niedrige Intelligenzstufe, vergleichar mit jener der Naturvölker. Dieses Unrecht ist so weit verbreitet, dass es seit langer Zeit als selbstverständlich angesehen wird, doch bereits kurz nach dem Thesenanschlag M. Luthers formierte sich in den gesamten protestantischen Gebieten Europas die Gegenbewegung der sog. ‘Wiedertäufer’ (Anabaptisten). Die Täufer verweigerten die Taufe von Kindern, sie proklamierten ‘der Mensch wird nicht in den Glauben hinein geboren, sondern der mündige Erwachsene soll sich dafür entscheiden’. Unter dem reformatorisch-Luther’schen Einfluss wurde diese Bewegung radikal bekämpft, indem die Forderung gestellt wurde dem ‘unchristlich Irrsal wider Gott’ abzuschwören. Am 18. Januar 1530 richtete man im ausgegangenen Kloster Reinhardsbrunn (Friedrichroda, Thüringen) 6 von 9 Täufern hin, die nicht abschwörten ... Die Reformation auf Abwegen - (Verf.)

Das Christentum wird deswegen vom neuzeitlichen Menschenverstand nicht mehr akzeptiert, weil es seit seinem Aufkommen, nunmehr wissentlich, wider der Wahrheit ist, bzw. diese verfälschte. Verlangt doch bereits die durch das Judentum überlieferte Schöpfungsgeschichte JHWH’s (außerhalb des Judentums JAHWE oder JEHOVAH) eine erhebliche Glaubensbereitschaft, die in heutiger Zeit kaum noch vorhanden ist. Mit der Verbreitung der röm.-kath. Kirche wurde dem einfachen Volke ein Weltbild auferzwungen, das von Rückständigkeit und strengster Verurteilung aller Erneuerung geprägt war, bzw. Dogmen vorgegeben, die jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrten und nur zum Erhalt der Macht der Kirche dienten. Man vergleiche hierzu z.B. die Erkenntnisse der Astronomen, wie etwa J. Kepler, G. Bruno oder G. Galilei, die das damalige Weltbild der Kirche hätten zusammenstürzen lassen wie ein Kartenhaus. Die Kugelgestalt der Erde war bereits den alten Ägyptern bekannt. Der Ketzerei schuldig gesprochen wurde G. Bruno, der am 17. Februar 1600 auf dem Blumenmarkt in Rom verbrannt wurde. G. Galilei und J. Kepler konnten sich durch Abschwören aus den Fängen der Inquisition befreien. (Verf.)

Die hier aufgeführten Stationen im Verlaufe des Christentums und die damit verbundenen Verbrechen des geistlichen Gesindels gegen die Menschlichkeit sollen genügen. Alle diese Geschehnisse wurden im Namen Jesus Christus gerechtfertigt ! Was nützt ein Christentum der Bibel, wenn es sich in solchen Formen realisiert ! In heutiger Zeit presentiert sich eine Christenheit, abgesehen von den neueren zwischenmenschlichen Entgleisungen, die nur mit großen Botschaften und perfekt inszenierten Personenkult Aufsehen erregt. Genügt das um der christlichen Prinzipen, der christlichen Sache in Anbetracht von Völkermord, Hunger und Diskriminierung weltweit gerecht zu werden ? Man schaut weg steht diesen Dingen passiv gegenüber. Wo bleibt der immer wieder propagierte selbstlose Einsatz, die Initiative für eine bessere, humanere Welt. (Verf.)

Quellangaben: Basisinformationen: Lit.: 1. Hans-Jürgen Wolf, 1995, Geschichte der Hexenprozesse, daraus Kopie H. Schultheiß) Internet: 1. ... wikipedia.org-maria-magdalena, 2. ...n-tvnow.de-n-tv-history-bibel-geheimnisse-maria-magdalena, Send. v. 21.12. 2013. (Originaltext Verf., mit ‘Verf.’ signierte Textpassagen geben die Meinung des Verfassers wieder)

Anhang: Ellwangen, Jagst, Ostalbkreis, BW, war eine Hochburg der Hexenverfolgungen. Durch die kathol. Kirchgde. St. Vitus, Ellwangen, wurde im Jahre 2001 auf dem Galgenberg, ehem. Richtstätte, zur Mahnung ein Holzkreuz errichtet, das bereits vor der Einweihung abgesägt am Boden lag. Auf einem Zettel anbei der Text: KEIN KREUZ DEN OPFERN DURCH DAS KREUZ

Presseartikel (Quelle: ...monumentum.net) Kreuz bei Mahnmal abgesägt: Mit einem Scheiterhaufen und einem schwarzen Kreuz wird seit gestern in Ellwangen im Ostalbkreis der Opfer der berüchtigten und grauenvollen Hexenverfolgungen in vergangenen Jahrhunderten gedacht. Auf dem einstigen Standort eines Galgens kam es zu einer Protestaktion. Ellwangen· Dass ausgerechnet ein Kreuz am einstigen Ellwanger Galgen auf gerichtet wurde, stieß fast 400 Jahre nach dem Ende der Hexenverfolgung bei Teilen der Bevölkerung in und um Ellwangen auf Unverständnis. Wenige Stunden vor der Einweihung der Gedenkstätte sägten Unbekannte das Kreuz direkt beim Mahnmal ab. Sie hinterließen einen Zettel, auf dem es heißt, die katholische Kirche habe kein Recht, der von ihr umgebrachten unschuldigen Opfer zu gedenken. Zur Einweihung gestern Nachmittag stand das Kreuz wieder. Schon im Vorfeld hatte sich der Initiator des Mahnmals, Klaus Marek, empört: ‘Es ist ein Unding, dass ein Kreuz auf der Stelle steht, an der viele unschuldige Menschen im Zeichen des Kreuzes getötet wurden.' Von dem Anschlag auf das Mahnmal distanzierte er sich jedoch: ‘Damit habe ich nichts zu tun.' In Ellwangen war der Hexenwahn nach 1588 besonders furchtbar. Bis 1618 wurden mindestens 450 der Hexerei beschuldigte Menschen hingerichtet. In Süddeutschland lässt sich ein ähnliches Aus- maß der Hexenverfolgung nur in Bamberg, Würzburg und Eichstätt nachweisen. Grund für das Mahnmal gab ein fast unglaublicher Zufall: Bei der Recherche für sein Buch ‘Die Pfitzerin' entdeckte der Ellwanger Lehrer Hans Gebhard 1990 die verscharrten menschlichen Skelette in einem Waldstück außerhalb Ellwangens. Herausgerissene Wurzeln nach dem Orkan ‘Wiebke' hatten im Bereich ‘Galgenwald' ein Stück der dunklen Vergangenheit der Stadt zu Tage gefördert. Im Frühjahr 1991 legten Mitarbeiter des Landesdenkmalamts die Fundamente des dreiseitigen Galgens frei, den Andreas Gut, der Leiter des Ellwanger Alamannenmuseums, als den ‘am besten erforschten Galgen Deutschlands' bezeichnet. In seinem Buch hat Gebhard den Opfern der Ellwanger Hexenprozesse mit einer Protagonistin ein Gesicht verliehen. Recherchiert hat er in den Ellwanger Archiven, besonders aber im Ludwigsburger Staatsarchiv. Die ältesten Urkunden zeugen von Hinrichtungen seit dem letzten Viertel des 15. Jahrhunderts. Seit mindestens 1220 hatte die Stadt die sogenannte Blutgerichtsbarkeit inne. Ein besonders blutiges Jahr in der Stadt an der Jagst war 1611: 130 Men- schen, vor allem Hebammen, Stadträte, Richter und Bettlerinnen seien an dem Galgen gestorben, an dem zwölf Menschen gleichzeitig gehenkt werden konnten, sagt Marek. Quelle: Süd-West-Presse, 03.11.2001
"Wer das Kreuz umgesägt hat, der hat gar nichts verstanden"ELLWANGEN - "Kein Kreuz den Opfern durch das Kreuz", dieses Zitat hat der Unbekannte hinterlassen, der in der Nacht zum Freitag das Mahnmal für die Opfer des Hexenwahns im Galgenwald umgesägt hat. Bis zur Einweihung gestern Nachmittag stand es wieder. Von unserer Redakteurin Beate Gralla "Ich war geschockt", sagt Kreisdekan Patriz Hauser, der mittags von dem nächtlichen Vandalismus erfuhr. Die katholische Gesamtkirchengemeinde finanziert das Mahnmal. Zwar habe es Diskussionen um die Gestaltung gegeben, doch schließlich sei der Entwurf von Künstlerpfarrer Sieger Köder von allen Gremien gebilligt worden. "Für mich ist das Friedhofsschändung, denn dieses Mahnmal ist ein sehr, sehr spätes Grab.Wir rätseln, wer das getan haben könnte." Einer von jenen, die die Gestaltung des Mahnmals im Vorfeld kritisiert haben, ist Klaus Marek.-Es gehöre zur Demokratie, dass man unterschiedlicher Meinung sein könne, betonte er. Aber das heiße nicht, dass jemand das Recht habe, das Kreuz einfach abzusägen: "Ich verurteile das." Wer da nachts die Säge angesetzt hat, weiß zur Zeit niemand. Blinde Zerstörungswut sei es aber wohl nicht gewesen, mutmaßt Anselm Grupp, Leiter des Presseamts, wegen des Zitats, das ans umgesägte Kreuz geheftet wurde. Die Stadt hat Anzeige erstattet, der Schaden beläuft sich auf rund 10 000 Mark. "Wer das Kreuz abgesägt hat, der hat gar nichts verstanden", sagte Oberbürgermeister Dr. Hans-Helmut Dieterich in seiner Rede zur Einweihung des Mahnmals. "Viele der über 400 Männer und Frauen, die in Ellwangen der Hexerei bezichtigt wurden, starben an dieser Stelle." Das Mahnmal solle zwei Dinge zeigen: Dass den unglücklichen Männern, Frauen und Kindern vor Gott und den Menschen ihre persönliche Würde nicht genommen werden konnte. Und es solle den Betrachtern vor Augen führen, dass Fanatismus, Dummheit, Radikalität und Aberglaube keine Chance haben dürften."Sieger Köder wollte hier nichts Dramatisches ins Bild setzen", erläuterte Dekan Anton Eßwein die Gedanken des Künstlerpfarrers. Mauersteine vom alten Friedhof grenzten das Mahnmal ab. Früher hätten sie die vermeint lichen Hexen ausgegrenzt, die außerhalb des Friedhofs begraben wurden. Holzbalken symbolisierten die Scheiterhaufen, darüber stehe ein senkrechter Pfahl, wie diejenigen, an denen die Menschen festgebunden und verbrannt wurden. Aus dem Pfahl entstehe der Galgen und das Kreuz. "Wir haben Achtung vor dem Leben und Sterben der Opfer", sagte Eßwein. Genau das solle die Inschrift aus drücken: "Non confundar in aeternum (Ich werde nicht zuschanden in Ewigkeit)".Das Segensgebet und die Fürbitten sprach Patriz Hauser: "Wir denken an die Menschen, die gefoltert werden, die ihrer Würde beraubt werden, die das Kreuz des Sterbens tragen." Umrahmt wurde die Einweihung von einer Bläsergruppe. Quelle: SZ-On, 02.11.2001

Info-Link Hexenprozesse Ellwangen

c.2011 www.kreuzstein.eu