standort

Gröbitz, Burgenlandkreis, Ortskern Grünanlage vor Schloss Gröbitz, ggü. Bushaltestelle                                              

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A: Obertägige Maße: Höhe 0,55 m, Br. 0,63, T. 0,21, das breitstämmige arg verwitterte Steinkreuz aus Sandstein weist an Kopf und Arme erhebliche Abschläge auf; die Vorderseite zeigt die eingehauene Darstellung eines Schwertes, auf der Rückseite ein eingetieftes Dreieck, evtl. Darstellung einer Pflugschar (Verf.) B: Höhe 0,30, Br. 0,33, T.0,13, wird als verbliebener Rest eines Steinkreuzes angegeben; beide Seiten zeigen Wetzrillen, s. Einf. (Verf.) C: Höhe 0,78 m, Br. 0,64, T. 0,18, nach Lit. Sommer-Otte, 1882, war das heutige Fragment der Schaft eines um diese Zeit noch erhaltenen Steinkreuzes; er verbreitert sich markant nach unten und zeigt eingerillt auf der Ansichtsseite eine Schwertklinge, D: vermutlich Steinkreuzfragment 

die Denkmalgruppe befand sich ursprünglich auf der Südseite des Weges, der vom Nordeingang des Ortes nach Westen zieht, ca. 100 m vor dem Abzweig des Feldweges nach Plotha; hier wurden die Steine um 1920 nur unwesentlich versetzt, sie standen etwas südlicher im Feld auf einer Rasenfläche unter einer Pappel, die nach mündlichen Berichten zur Erinnerung an den Frieden von 1815 gepflanzt worden sei; nach einer Sage sollen hier drei französische Soldaten begraben liegen; eine weitere Volkserzählung berichtet von einem vor langer Zeit ermordeten Kaufmann, der hier mit seinem Fuhrwerk auf dem Weg von Naumburg nach Hohenmölsen unterwegs war (Verf.)

Quellangaben: Lit.: 1. Walter Saal, Steinkreuze und Kreuzsteine im Bezirk Halle, Halle 1989, S. 41-42 m. Abb. 163, 164, daraus: 2. G. Sommer-H. Otte, Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Zeitz, Halle 1882, 3. Neumann, Alte Steinkreuze in der Gegend der mittleren Saale, Weißenfels 1907, 4. H. Sieling, Steinkreuze und Wappensteine bei Naumburg a.d. Saale, Naumburg 1916, 5. W. Schulz, Steinkreuze im Zeitzer Land, Zeitz 1959, 6. Köber, Die alten Steinkreuze und Sühnesteine Thüringens, Erfurt 1960, 7. B. Liebers, Unsere Steinkreuze, 1937

verschollene Objekte: Gröbitz, 3 Steinkreuze standen bis etwa 1880 an der Dorfstraße im Ort und sind im Zuge des Ausbaues der Chaussee verschwunden; inwieweit eine Identität zu obigen Denkmalen vorliegt konnte nicht geklärt werden (Verf.) 2. Stößen, ein heute verschwundenes Steinkreuz von Stößen befand sich nach Aussage des alten Schmiedes Ernst Dietrich aus Kistritz (um 1962 an Herrn W. Schulz, Tauchlitz) noch um 1895 an der Kreuzung Stößen-Reußen mit alte Salzstr. Weißenfels-Eisenberg (Bereich der B 180, südl. Ortsrand von Stößen)

Quellangaben: Lit.: 1. W. Saal, s.o. S. 42 u. Ang. s.o.

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