urheber: schidd

Radeberg, OT Großerkmannsdorf, Lkr. Bautzen, südöstl. des Ortes, im nordwestl. Waldrandbereich eines dem 'Karswald' vorgelagerten kleinen Waldstückes, südl. der Wegegabel 'Mühlweg' - 'Bischofsweg' (günstig erreichbar: die südostwärts führende 'Alte Hauptstraße' erreicht alsbald die Auf- bzw. Abfahrt der Anschlußstelle S 177, wo an deren ostseitiger Auffahrt Richtung Radeberg, Norden, dem abzweigenden 'Bischofsweg' in Richtung Osten zu folgen ist, der nach ca. 700 m zum Nordwestrand eines kleinen Waldstückes zieht, hier befindet sich der Rastplatz 'Zu den drei Eichen', wo der 'Mühlweg' Richtung Süden, rechts, nach ca. 60 m zum Standort führt), Gedenkstein, Benennung: 'Schmidt Gedenkstein' oder 'Mordstein'

Obertägige Maße: Höhe 1,20 m, Br. 50 cm, T. 25 cm (Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier), etwa rechteckige Sandsteinplatte mit Inschrifts-Gussplatte, abgesetzt auf quaderförmigen Sockel mit Antrittsplatte: 'DURCH DIE HAND EINES / RAUBMÖRDERS FAND / HIER AM 5. MAI 1883 / DER BOTE / E. R. SCHMIDT / AUS SCHULLWITZ DEN TOD / ÜBER DES ERSCHLAGENEN / STÄTTE SCHWEBEN / RÄCHENDE GEISTER / UND LAUERN AUF DEN / WIEDERKEHRENDEN / MÖRDER / GOETHE / FAUST 1' (Verf.)   

Geschichte
Ernst Robert Koch war als Arbeiter und gleichzeitig Lohnbote in der Dynamitfabrik AG Dresden beschäftigt, die ab 1883 im Karswald gebaut wurde. An jenem Maitage, ein Samstag, war er, die Lohngelder bei sich führend, mit dem Zug nach Radeberg gefahren und weiter wie gewohnt zu Fuß über Großerkmannsdorf in den Karswald gegangen. Am Platze des Steines wurde er erschlagen und seiner Lohngelder in Höhe von 700 Mark beraubt. Die Arbeiter warteten an diesem Sonnabend vergeblich auf ihren Lohn und fanden sich am Sonntagvormittag erneut bei der Fabrik ein um eine Suche nach dem Ausgebliebenen zu beginnen. Flüchtig verscharrt wurde er schließlich an der Stelle gefunden. Er wurde am 9.5.1883 auf dem Friedhof in Schönfeld beerdigt. Der oder die Mörder wurden nie gefaßt. Der Gedenkstein wurde 1925 von Großerkmannsdorfer Einwohnern errichtet und im Laufe der Zeit schon mehrfach überarbeit (Verf. frei nach Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier) 

Quellangaben: Lit.: 1. Thomas Sobczyk/Andreas Bültemeier, Denkmale in den Oberlausitzer Wäldern, 2016, Oberlausitzer Verlag, Spitzkunnersdorf, S. 313-314 m. Lagekarte, Beschreibung u. Foto, Internet: 1. wikipedia.org-wiki-Liste der Kulturdenkmale in Großerkmannsdorf: Gedenkstein mit Inschrift (im Forstrevier Hartha), Nach 1883, Granit auf Sandsteinsockel mit ebenerdig vorgelegter Platte, ortsgeschichtliche Bedeutung. Inschrift: 'Durch die Hand eines Raubmörders fand hier am 5. Mai 1883 der Bote E. R. Schmidt aus Schullwitz den Tod. Über des Erschlagenen Stätte schweben rächende Geister und lauern auf den wiederkehrenden Mörder. Goethe, Faust I.' ID 09303073 m. Foto v. 22.10.2020 (Kopie), Urheber: 'SchiDD' (Eig. Werk) Liz.-Nr. CC BY-SA 4.0, 2. google.com-maps-Radeberg-Lagekarte m. Standortangabe

c.2026  www.kreuzstein.eu