steinkreuz heringen andere seite
standort heringen

Heringen (Helme) Lkr. Nordhausen, A: südl. vom Bahnhof, ggü. Nordhäuser Str. 4a im Graben

Obertägige Maße: Höhe 0,90 m, Br. 0,40, T. 0,21, Nachbildung eines Steinkreuzes (Karbonsandstein) vermutlich Original nach 1974 verschwunden, bezüglich der Angabe in Lit. J. Löffler ‘tief eingesunkenes lat. Kreuz im Straßengraben südl. des Bahnhofes’ (Verf.)

B: (derzeit kein Foto verfügbar) ca. 3 km südwestl. des Ortes am Weg, der in nordwestl. Richtung vom Fahrweg nach Sondershausen abzweigt, nach 300 m; Steinkreuz auf Veranlassung des Harzklub-Zweigvereines 1933 gesetzt zum Andenken an den von seinem Knecht im Jäzorne erschlagenen Bauern F. Moritz Werther (Mitt. G. Gräßer, Heringen) Sterbeeintrag für Ferdinand Moritz Werther, gest. am 5. Mai 1931, Pfarrarchiv Heringen, Sterberegister 1931, Nr. 13: ‘auf dem Ochsenberg von seinem Knecht erschlagen’ (Quelle: Lit. F. Störzner)  

verschollene Objekte: 1. nach Lehrer Hiller ein Steinkreuz im Goldborntal, das 1875 zerschlagen wurde (Quelle: Lit. J. Löffler)

Quellangaben: Lit.: 1. Johannes Löffler, Katalog der Steinkreuze, in: Paul Grimm, Die Ur- und frühgeschichtl. Bodendenkmäler des Kreises Nordhausen, Nordhausen 1974, S. 40/96-97/103, Nr. 120/121, 2. Frank Störzner, Steinkreuze in Thüringen, Katalog Bezirk Erfurt, Weimar 1984, S. 87-88, Nr. 186/187 m. Abb. 196/197, daraus: 3. R. Krieg, Die Steinkreuze am und im Harz, Magdeburg 1922, H 9, S. 139-141, 4. K. T. Weigel, Von Steinkreuzen und Sühnesteinen im Harz, Magdeburg 1931, S. 182, Nr. 28, 5. H. Köber, Die alten Steinkreuze und Sühnesteine Thüringens, Erfurt 1960a, S. 49, Nr. 210

steinkreuz auleben andere seite
standort strasse der einheit

Heringen (Helme) OT Auleben, Lkr. Nordhausen, im Ort vor Haus Straße der Einheit 34

Obertägige Maße: Höhe 1,27 m, Br. 0,72, T. 0,20, hohes Steinkreuz lat. Form aus Karbonsandstein mit reparierter Bruchstelle im unteren Schaft (1978 durch Anfahren, Quelle: Lit. F. Störzner) Armoberseiten abgerundet, geringfügige Schafterweiterung; nach Lehrer Peter (s. Hinweistafel) wird das Denkmal mit der ausgegangenen Kapelle an der alten Heerstraße Nordhausen-Kelbra in Verbindung gebracht, die durch den Ort führte; in der Kirchenchronik ist nachstehendes zu lesen:

Aus der Kirchenchronik:
1316 hatte Auleben bereits einen Pfarrer, also auch eine Kirche-Capelle. Nach Mitteilungen des hier ansässigen Herrn Gutsbesitzers Friedrich Krause haben in alter Zeit zwei Kapellen existiert, die von Bielasche an Stelle der jetzigen Kirche und die von Rüxlebensche. Letztere lag unten am Bache, wo das Müllersche Haus jetzt steht. Man sieht dort noch eine alte Mauer als letzten Rest dieser Kapelle. Noch heutigen Tages heißt der Besitzer jenes Hauses Kapellen-Müller. (Quelle: ...genealogienetz.de-reg-thu-ndh-aule)

detail hinweistafel v. ort

freilich ist diesem bedeutsamen Standort der alten Kapelle Beachtung zu schenken, doch ein dafür geschaffenes Steinkreuz ist eher unwahrscheinlich, vielmehr dürfte primär ein Zusammenhang mit der alten Heerstraße in Frage kommen, evtl. ein von dort herbeigeholtes Sühnekreuz für eines längst vergessenen Geschehnis (Verf.)

Quellangaben: Lit.: 1. J. Löffler s.o. S. 94, Nr. 107, 2. F. Störzner, S. 83, Nr. 173 m. Abb. 190, daraus: 3. K. T. Weigel, 1931, S. 181, Nr. 19, 4. H. Köber, 1960a, S. 49, Nr. 219, 5. W. Saal, Verzeichnis der Steinkreuze des Landes Sachsen-Anhalt, Halle 1952, S. 150, Nr. 8

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