steinkreuz herrenberg

Herrenberg, Lkr. Böblingen, Naturpark Schönbuch, ca. 1,5 km östl. des Waldfriedhofes Herrenberg, Wildwiesenstraße-Kreuzweg, ‘Ruthardskreuz’ (Kopie)

Obertägige Maße: Höhe 1,14 m, Br. 0,87, T. 0,18, das parallelkantige lat. Steinkreuz, eine Kopie des im Meuseum im Fruchtkasten (Stiftsfruchtkasten, Herrenberg, Tübinger- Str. 30) befindl. Originals, zeigt auf der Vorderseite im Kopfbalken die eingerillte Jahreszahl ‘1622’ sowie etwas nach links versetzt im Kreuzungsfeld die Initialen ‘M A’ die durch eine mit der Spitze nach oben zeigenden Pflugschar getrennt werden und die Jahreszahl ‘1579’, Pflugschar oder auch Pflugsech, messerartiges Teil am Pflug, ist auf Sühnemalen ein oft zu beobachtendes Zeichen, das den Bauernstand symbolisiert (Verf.) das Steinkreuz wurde vermutlich für ein Mitglied der Familie Ruthard aus Altdorf gesetzt   (auch Ruthardt, oft in der Gegend vorkommender Name, Quelle: denksteine-schoenbuch.de) in Lit. B. Losch werden folgende Angaben gemacht: Bezeichnung Ruthardskreuz (Quelle: TK 7419) Standort: Stadtwald Distrikt I, Abt. 26, an Baum angelehnt (Quelle: Ang. von Stadtarchivar Schmolz, Herrenberg) später liegend (Quelle: W. Hahn, 1972, S. 62 mit Abb.) Flurnamen: Waldabteilung ‘Kreuzstein, Kreuzsteinweg, Kreuzweg’, östl. davon ‘Kreuzklinge’, Material: Schilfsandstein, keine Überlieferung bekannt (Verf.)

weitere Steinkreuze in Lit. B. Losch, unter Herrenberg: (Recherchen in Arbeit) 1. Wengertweg 7, Hauszugang (im Garten), Zeichen: Metzgerbeil, bis 1962 in der Mauer bei der Christuskirche, ursprüngl. auf sog. Spitalacker, südl. der Hindenburgstr., 2. Gültsteiner Str., beim Lindenhof auf Rasenböschung, volkstüml. Überlieferung: urspr. drei Kreuze für drei Handwerksburschen, die sich ggs. umbrachten u. ein Metzger habe einen anderen erstochen; Flurname: Bei Kreuzen, Material: Schilfsandstein, 3. Haslacher Weg, ca 2 km südwestl. von Herrenberg auf der alten Markungsgrenze Haslach-Herrenberg, bis über Armunterkanten eingesunken, allg. Sühnestein genannt, zwei Schäfer sollen sich ggs. umgebracht haben, Material: Schilfsandstein, 4. Herrenberg, OT Kuppingen, Kuppinger Wald, Distr. IX, Abt. 3, Martinslaile am Hoermannsweg, Zeichen: Blumenornament fünfblättrig mit got. Inschrift: ‘Hier / ist erschossen worden Jak: / Vi: Hörmann / von Oe / schelbr: A 1858’, Bezeichnung: Hörmann-Stoale; volkstüml. Überlieferung: Jagdunfall oder Tod eines Wilderers, 5. H. OT Kuppingen, Kuppinger Wald, Distr. 4, Waldweg, Bezeichnung: Forstknechtstein, Zeichen: an Riemen hängendes Blasrohr im Schaft unter got. Inschrift:        ‘ ...1620 / den 2 / Augusti ist da geschossen / Jacob Seibold den 5 dis mo / gestorben’ volkstüml. Überlieferung: ein Forstknecht soll von einem Wilderer erschossen worden sein

Quellangaben: Lit.: 1. Bernhard Losch, Sühne und Gedenken Steinkreuze in Baden-Württemberg, Stuttgart 1981, S. 9-11, Internet: 1. ...denksteine-schoenbuch.de (Bildquelle, bearb.)

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