standort dorfstrasse

Kraslice (dt. Graslitz), OT Kostelni (dt. Kirchberg), Kr. Sokolov, ca. 150 m südl. der Ortskirche St. Ägidius, auf der westseitigen hohen Böschung der Dorfstrasse,        2 Steinkreuze, 1 Fragment

steinkreuz kostelni steinkreuz kostelni fragment
andere seite andere seite
standort

A l.: Höhe 0,58 m, Br. 0,73, T. 0,23 (alle drei Objekte aus grobkörnig quarzitischem Granit), das randumlaufend arg beschädigte Steinkreuz, wobei der Schaft ebenfalls durch Abbruch verkürzt sein dürfte, besitzt einen in der Tiefe verkürzten, eingezogenen Kopf und zeigt auf der Ansichtsseite im Bereich des Kreuzungsfeldes eine kreisförmig umrahmte, kaum mehr deutbare Darstellung (Verf.)

B: Höhe 0,92 m, Br. 0,80, T. 0,20, schräg nach hinten geneigtes zeichenloses Steinkreuz lat. Form mit verstümmelten nördl. Arm und geringfügiger Schafterweiterung (Verf.)

C: Höhe 0,45 m, Br. 0,43, T. 0,15, Fragment eines vermutlichen Steinkreuzes (Verf.)

Südlich der Kirche am Rand der Straße nach Valtérov stehen drei Sühnekreuze mit unbekannter Geschichte. (Quelle: ...wikipedia.org-wiki-Kostelni)

Quellangaben: Lit.: Internet: 1. ...smircikrize.euweb.cz-Kostelni, 2. ...smircikrize.cz-Kostelni, Nr. 0762-0763, 0130, 3. ...wikipedia.org-wiki-Kostelni

st. aegidius-kirche kostelni

Kostelni, Ortskirche St. Ägidius, südseitige Außenwand des Kirchenschiffes, in 3 m Höhe bündig vermauert, 2 Reliefs (Kopien) Maße: rundlich, ca. 0,45 m

relief st. aegidius relief st. aegidius
standort suedl. kirchenschiff

Im Ort befindet sich die in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts im romanischen Stil erbaute Kirche des hl. Aegidius. Bei einem barocken Umbau 1692 wurden aus dem romanischen Portal Platten mit Reliefs herausgenommen. Diese Platten aus rötlichem Stein wurden in die äußere Südmauer eingemauert. Darüber, was die Reliefs darstellen, gibt es keine einheitliche Auslegung. Die heutigen Platten in der Kirchenmauer sind Kopien, die Originale befinden sich im Bezirksmuseum Sokolov. (Textkopie: ...wikipedia.org-wiki-Kostelni-St. Ägidius)

Kostelni (Kircberg) wird zusammen mit Schönbach (Luby) erstmals 1158 in einem Dokument des Bischofs Hartwig von Regensburg erwähnt, das dem Zisterzienser - Kloster Waldsassen den Zehnten von ‘Schonpach’ und ‘Chirchberc’ zusichert; es ist anzunehmen, dass bereits vor 1158 erste bauliche Anfänge der heutigen St. Ägidiuskirche (‘der heilige Siedler’) existierten, die damit in frühchristliche Zeit hineinreichen (Verf. frei nach ...zanikleobce.cz-Kostelni (Kirchberg), Aufsatz von Jörg Fiegge)

Deutung der Reliefs durch Verf.:

die Reliefs gehören zusammen, indem sie eine sinnbildliche Abfolge darstellen - das linke Relief zeigt das sterbende Heidentum, verkörpert durch einen unterliegenden Drachen, dem es nicht gelingt die neue christliche Lehre, verkörpert durch einen Glaubensboten mit diesbezüglicher Schriftrolle in der linken Hand, zu verschlingen bzw. auszulöschen; das rechte Relief zeigt folglich das siegreiche, über das Heidentum triumphierende neue Christentum, verkörpert durch den selbigen Glaubensboten mit Schriftrolle in Jubelpose

dem mittelalterlichen, gewöhnlichen Besucher des Gotteshauses, meist des Lesens und Schreibens unkundig, trat diese Symbolik augenscheinlich entgegen und verkündete bildlich jene fundamentale Aussage; in vielen Kirchen Mitteleuropas kann man in versteckten Winkeln, an Säulenkapitellen oder an Gesimsabschlüssen eigenartige Fratzen oder missgestaltete Kreaturen beobachten, die nichts anderes als das ausgegangene Heidentum in abwertender Weise symbolisch darstellen (Verf.)

Quellangaben: Lit.: Internet: 1. ...smircikrize.euweb.cz-Kostelni, 2. ...zanikleobce.cz-Kostelni-Aufsatz v. Jörg Fiegge, 3. wikipedia.org-wiki-Kostelni (Kirchberg)

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