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Langen, Kr. Offenbach, A/B: im Ort, 'Bachgasse', im Pflaster eingelassen, 2 Steinkreuze

A: (kleineres Kreuz, Höhe 0,31 m, Br. 0,41, T. 0,21, H. Riebeling), Obertägige Maße: (derzeit nicht bekannt), Steinkreuz lat. Form, Material: Rotliegendes, mit abgeschliffenen Kopf und Armen, Ansichtsseite, nach H. Riebeling, eingetiefte Pflugsech (Verf.)

B: (Höhe 0,38 m, Br. 0,58, T. 0,17, H. Riebeling), Obertägige Maße: (derzeit nicht bekannt), zeichenloses Steinkreuz lat. Form, Material: Rotliegendes (Verf.)

die Bachgasse ist eine alte Wegführung, zwischen beiden Kreuzen stand ein Steinblock, der nicht mehr vorhanden ist (Verf. frei nach H. Riebeling, 1977); der kleine Platz in der Bachgasse wurde 1970 umgestaltet, dabei wurde der genannte Steinblock entfernt und die Kreuze von ihren Standorten vertauscht; nach der Sage gehe bei den Kreuzen die Spukgestalt einer ledigen jungen Mutter um, die die Windeln ihres von ihr getöteten Kindes im Bache wäscht (Verf. frei nach Webseite Kreis Offenbach)

Quellangaben: Lit.: 1. Heinrich Riebeling, Steinkreuze und Kreuzsteine in Hessen, Dossenheim/Heidelberg 1977, S. 172-173, Nr. 6018.1-2, TK 6018 R 77180 H. 39230, daraus: 2. Meyer, Dr. Erwin, Über Steinkreuze und Bildsteine, in: Volk und Scholle 3 (1925) u. Offenbacher Zeitung vom 21. 2. 1925 u. Rechts- und Kultusaltertümer des Kreises Offenbach, in: Geschichtsverein Offenb. 12 (1936), H. 1-3 u. Steinkreuze und verwandte Altertümer im Rodgau und Mümling-Odenwald-Gebiet (unveröffentl. Manuskript), 3. Mösinger, Friedrich: Steinkreuze zwischen Rhein, Main und Neckar, in: Archiv für Hess. Geschichte und Altertumskunde, NF-XIX (1935), S. 49-98, 4. Nahrgang, Karl: Die inschriftslosen Steinkreuze in der Landschaft Dreieich und den angrenzenden Randgebieten, in: Schriften des Dreieich-Museums (1932) H. 1       

Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-Liste der Kulturdenkmäler in Langen: Steinkreuze, Bachgasse - Flur 1, Flurstück 154/5, daraus: Foto (Kopie), Urheber: 'Hesse 143' (Eig. Werk) Liz.-Nr. CC BY-SA 3.0, 2. ...kreis-offenbach.de-Denkmalschutz-Sühnekreuze-Langen, daraus: Foto (Kopie)

dr. w. ott steine-in-der-dreieich.de dr. w. ott steine-in-der-dreieich.de

Langen C: ca. 3,4 km nordwestl. vom nordwestl. Ortsrand (bzw. B 486) im Langener Stadtwald, nahe nordöstl. des Langener Waldsee (günstig erreichbar: von der B 44, zwischen Zeppelinheim und Walldorf-Mörfelden, zweigt eine beschilderte Fahrstraße in östl. Richtung zum Langener Waldsee ab, der entlang am nördl. Rand des Sees bis zum östlichsten Parkplatz zu folgen ist; hier ist der Forststraße ca. 400 m weiter geradeaus bis zur nächsten Kreuzung zu folgen, wo der Weg nach links, Norden, nach ca. 250 m den Standort erreicht), Steinkreuz, Benennung: 'Maternskreuz'    

Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt), Steinkreuz lat. Form, Material Rotliegendes, mit gerundeten Enden und eingerillter Inschrift (Verf.)

Ang. Dr. W. Ott:
Das Maternskreuz im Langener Stadtwald
Im Messtischblatt Kelsterbach ist im Langener Wald an der Einzelheckschneise (südlich der Kreuzung mit der Rundseeschneise) ein "Denkm." eingetragen. Als ich es im Frühjahr 2010 aufsuchte, lag ein zerbrochenes Steinkreuz am Wegesrand. Den Moosspuren an den Bruchflächen nach zu urteilen lag es schon einige Zeit in diesem Zustand im Wald. Bei einem Gespräch im Forstamt bot ich meine Hilfe bei der Reparatur an und konnte im August 2010 zusammen mit Revierförster Neubrand das Kreuz wieder aufrichten. Dieser Gedenkstein wird "Maternskreuz " genannt. Es erinnert an Philipp Gehrich, der an dieser Stelle am 9. März 1841 beim Holzfällen tödlich verunglückte. Das Kreuz wurde auf Veranlassung seines Vaters, Johann Matern Gehrich, errichtet. Die Inschrift lautet: "DEN 9. / MERZ /  1841 / PH GEH" (das "EH" ist stark verwittert.). Das Kreuz ist 85 cm hoch und 38 cm breit. (Textkopie)

Quellangaben: Lit.: Internet: 1. ...steine-in-der-dreieich.de-(Betr. Dr. Wilhelm Ott) Gedenksteine-Langen, daraus: Textkopie u. 2 Fotos (Kopien)

verschollene Objekte:
Langen
Ang. H. Riebeling, 1977: Im Langener Flurbuch von 1680 wird ein Acker nach Sprendlingen zu 'beym Creutz' erwähnt, desgleichen eine Gewann 'uff der Creutzwissen'. Im 18. Jahrhundert wird eine Gewann 'Im Kreuzgraben' genannt. Mit dem Verschwinden des Kreuzes sind auch die Gewannamen in Vergessenheit geraten. (Textkopie)

Quellangaben: Lit.: 1. Heinrich Riebeling, Steinkreuze und Kreuzsteine in Hessen, Dossenheim/Heidelberg 1977, S. 175, Nr. 6018.19, daraus: 2. Meyer, Dr. Erwin, Steinkreuze und verwandte Altertümer im Rodgau und Mümling-Odenwald-Gebiet (unveröffentl. Manuskript), 3. Nahrgang, Karl: Die inschriftslosen Steinkreuze in der Landschaft Dreieich und den angrenzenden Randgebieten, in: Schriften des Dreieich-Museums (1932) H. 1
    
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