urheber: t. sobczyk-a. bueltemeier
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Kamenz, Lkr. Bautzen, OT Lückersdorf-Gelenau, Gemarkung Lückersdorf, westl. des Ortes im Bereich des östl. Teils des 'Katzenbusch' (günstig erreichbar: am südl. Ortsrand von Lückersdorf führt die Straße 'Häslicher Weg' westwärts aus dem Ort und läuft ca. 750 m nach dem Ortsausgang zum Waldrand, wo nach weiteren 300 m, kurz nach einem rechts stehenden Stein mit Aufschrift 'Lückersdorf', ein links Richtung Süden abzweigender schmaler Weg nach ca. 70-80 m den Standort ca. 50 m weglos rechter Hand nahe eines Baches in einem Birkenbestand erreicht), Gedenkstein, Benennung: 'Hentzschels Tod'

Obertägige Maße: Höhe 1,13 m, Br. 30 cm, T. 23 cm (Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier), gerundet abschließende Granitplatte, nach unten etwas verjüngt, Vorderseite in halber Höhe die eingerillte Jahreszahl '1712', Rückseite ein schmalbalkiges schwarzgefärbtes lat. Kreuz mit kleinen kruckenkreuzähnlichen Balkenenden (Verf.)

Geschichte
Der Volksmund berichtet unverbürgt von einem tödlich getroffenen Jäger während einer gräflichen Jagd oder von einem General, der hier mit seinem goldenen Säbel begraben liege. Nach intensiven Nachforschungen in alle Richtungen wurde Rainer Böhme aus Bischheim schließlich fündig. Im Kirchenbuch von Kamenz-Land, 1701-1739, S. 177 entdeckte er folgenden Eintrag: 'Anno 1712, JVLIVS, den 13. July wurde Cristoph Hentzschel von Wiesa gebürtig und in Lückersdorf verheyrathet, welcher am verflossenen 11. Juli sich unversehens mit seinem eigenen langen Rohr, so er verkehrt und den Lauf aufwerts gehalten, auf der Gelenauer Gräntze, hinter Lückersdorf am Teich erschossen, begraben' (Verf. frei nach Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier)

Quellangaben: Lit.: 1.Thomas Sobczyk/Andreas Bültemeier, Denkmale in den Oberlausitzer Wäldern, 2016, Oberlausitzer Verlag, Spitzkunnersdorf, S. 270-271 m. Lagekarte, Beschreibung u. 2 Foto v. Rainer Böhme (Kopien), Internet: 1. google.com-maps-Lückersdorf, Lagekarte m. Standortangabe u. Foto

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