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Großpostwitz, OT Obereulowitz, Lkr. Bautzen, ca. 700 m Luftlinie nordöstl. des Ortes bzw. 700 m nordwestl. des Gipfels des 'Herrnsberg' (402 m), im Bereich einer Wegkreuzung (günstig erreichbar: am östl. Ortsrand kurz nach einem Teich zweigt vor dem Anwesen 'Waldstraße Nr. 12' ein Wanderweg nach links in Richtung Nordosten ab, der, nach 120 m rechts haltend und dann nach weiteren 600 m immer die Richtung haltend, den Standort rechter Hand etwas versteckt zwischen jungen Fichten erreicht), Gedenkstein, Benennung: 'Siegmar Hensel Gedenkstein'

Obertägige Maße: Höhe 80 cm, Br. 50 cm, T. 20 cm (Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier), etwa rechteckiger Sandsteinblock mit der eingetieften Inschrift: 'Siegar Hensel / 11.5.1989' (Verf.)

Geschichte
An jenem Maitage verunglückte hier der 45-jährige Waldarbeiter Siegmar Hensel aus Crostau bei Baumfällarbeiten tödlich. Er galt als erfahren und umsichtig, verfügte über mehrere Zusatzqualifikationen, unterschätzte jedoch die Gefahr eines sog. 'Hängers', ein Baum, der zunächst nicht zu Boden stürzt, weil er sich in den Kronen der Nachbarbäume verfängt. Er hinterließ eine Frau und 2 Kinder (Verf. frei nach Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier)   

Quellangaben: Lit.: 1. Thomas Sobczyk/Andreas Bültemeier, Denkmale in den Oberlausitzer Wäldern, 2016, Oberlausitzer Verlag, Spitzkunnersdorf, S. 388 m. Lagekarte, Beschreibung u. Foto (Kopie), Internet:

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Hochkirch, OT Meschwitz, Lkr. Bautzen, kurz nach dem nordwestl. Ortsausgang Richtung Soritz, ca. 160 m nach dem letzten Anwesen, ostseitig, rechts der Straße am erhöhten Feldrain (google.com-maps-street-view), Gedenkstein, Benennung: 'Petermann Stein'

Obertägige Maße: Höhe 45 cm, Br. 15 cm, T. 12-20 cm (Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier), der niedrige Granitpfeiler mit quadratischen Querschnitt zeigt auf der Ansichtsseite oben, linear eingetieft, ein lat. Kreuz, darunter die Initialen 'A P' und darunter die Jahreszahl '1886'; der Stein muss vor nicht so langer  Zeit gehoben worden sein, woran die hellere Verfärbug der unteren Hälfte zeugt, eventuell wurde er versetzt, weil in obiger Lit. der Standort mit 80 m links nach dem Ortsausgang angegeben wird (Verf.)

Geschichte
Eigentlich nur einen guten Steinwurf von der Siedlung Meschwitz entfernt ereignete sich hier ein tragischer Unglücksfall durch Erfrieren. In der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember 1886 ist an dieser Stelle der Meschwitzer Maurer August Petermann im Alter von 36 Jahren in einem Schneesturm umgekommen. Er war Witwer, hinterließ neben seinen Eltern vier Töchter und einen Sohn und wurde am 26.12.1886 auf dem Friedhof in Hochkirch beerdigt (Verf. frei nach Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier).

August Petermann arbeitete die Woche über als Zimmermann in Bautzen und kehrte nur am Wochenende nach Hause zurück. In Scheckwitz soll er sich auf dem Nachhauseweg bei 'Bärs' bei einer Tasse Tee aufgewärmt haben, bevor er seinem Weg fortsetzte. Angeblich, begünstigt durch einen scharfen Ostwind an jenem Abend, hörte man in Soritz aus Richtung Meschwitz Hilfeschreie. Daraufhin machten sich zwei Männer auf den Weg hinein in den Schneesturm, doch ohne jemanden zu finden (Verf. frei nach kirche-hochkirch.de-neu-Petermannstein)

Ein heute verschollener Kreuzstein (23/37 cm), der ebenfalls aus einem Todesfall hervorgeht, befand sich ganz in der Nähe, östl. an der Straße Rachlau-Soritz, ca. 400 m südl. nach dem Ortsausgang von Soritz, ca. 30 m nach dem Rand eines kleinen Laubmischwaldes. Der Stein zeigte die Initialen 'C. C. G. H.', ein lat. Kreuz und die Jahreszahl '1867'. Das Denkmal wurde 1984 bei Straßenausbau aus dem Erdreich geborgen und unverständlicherweise wieder an der Stelle etwa ebenerdig versenkt.         
Eine Bekanntmachung vom 10.01.1867 in den 'Budissiner Nachrichten' vom 13.01.1867 berichtete folgendes: 'Am gestrigen Tage Mittags ist in den Sträuchern, welche an dem von Soritz nach Rachlau führendem Fahrwege stehen, der Leichnam eines unbekannten Mannes ... aufgehoben worden'
(Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier, aus: Archiv Harald Quietzsch).
Intensive Recherchen von Eberhard Schmitt, Bautzen, brachten klare Ergebnisse zur Identität des unbekannten Toten. Es handelte sich um den 36-jährigen Hausweber aus Schönbach Carl Christian Gottlob Hauptmann (*24.07.1830). '1867 in Soritz erfroren' ist in Büchern des Schönbacher Pfarramtes zu lesen. Hauptmann heiratete am 20.7.1856 in Schönbach Johanna Cristiana Richter. Aus der Ehe gingen 5 Kinder hervor, die alle frühzeitig verstarben. Die Familie war sehr arm und daraus erklärte sich wohl auch seine schlechte körperliche und mentale Verfassung. Grundlos und ohne Angaben verließ er am 28.12.1866 die gemeinsame Wohnung in Schönbach und kehrte nicht zurück. Auch eine Suchanzeige in den Budissiner Nachrichten vom 8.01.1867 blieb erfolglos. Hauptmann muss also in den ersten Januartagen des neuen Jahres 1867 zwischen Soritz und Rachlau bei bitterer Kälte ums Leben gekommen sein. Obwohl seine Identität erwiesen und er Schönbacher Einwohner war existiert im Sterberegister von Hochkirch (1867/2) folgender Eintrag: 'Am 9. Januar 1867 mittags in der ersten Stunde, in den Soritzer Sträuchern, am Fusswege nach Rachlau, tot aufgefunden, Carl Gottlob Hartmann, Einwohner in Schönbach, 36 Jahre, 5 Monate, 12 Tage'. Es handelt sich hierbei um einen recht selten auftretenden fehlerhaften Kirchenbucheintrag, wobei eine Namensverwechslung erfolgte. Trotz mehrmaliger intensiver Suche im Frühajahr 2015 durch die Autoren konnte der Stein nicht gefunden werden (Verf. frei nach Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier).

Quellangaben: Lit.: 1. Thomas Sobczyk/Andreas Bültemeier, Denkmale in den Oberlausitzer Wäldern, 2016, Oberlausitzer Verlag, Spitzkunnersdorf, S. 404-406 m. Lagekarte, Beschreibung u. Foto (Kopie), Internet: 1. kirche-hochkirch.de-neu-Soritz-Petermannstein  m. Beschreibung u. Foto

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