standort

Zschepplin, OT Glaucha-Oberglaucha, Lkr. Nordsachsen, südwestl. Ortsrand von Oberglaucha, südöstl. Winkel der Krzg. Gewerbestraße-B 107-Lindenstraße, ca. 22 m von B 107, ‘Tetzelkreuz’

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Obertägige Maße: Höhe 0,87 m, Br. 0,50, T. 0,23, das Steinkreuz lat. Form aus Porphyrtuff zeigt auf der Südwestseite eine eingeritzte Klinge, wohl der Rest einer Hieb- oder Stichwaffe; Armoberseiten und auf dem Scheitel muldenförmige Vertiefungen, die als Abriebsmale deutbar sind, s. Einf. (Verf.) die andere Seite zum Dorf hin mit fragmenthaften, kaum mehr lesbaren, neuerer Zeit eingebrachten Wegebezeichnungen (dreizeilig); Flurname: ‘Schäferei’, wobei sich das Kreuz ca. 10 m nördl. der südwestl. Giebelseite der ausgegangenen Schäferei befand; das Denkmal lag um 1920 längere Zeit in situ am Boden und ist seit dem 12. September 1974 denkmalgeschützt; zuweilen wird das Kreuz ‘Tetzelkreuz’ genannt (Schönemark, 1892) nach der Sage soll hier der Ablassprediger Johann Tetzel (Dominikanermönch, um 1460, Leipzig o. Pirna) Ablass feilgeboten haben, nach anderer erstach ein Schafknecht den Schafmeister als sie wegen eines weißen Schafes in Streit gerieten (Verf.) 

Quellangaben: Lit.: 1. Harald Quietzsch, Steinkreuze und Kreuzsteine in Sachsen, Inventar Bezirk Leipzig, Berlin 1980, S. 48-49, Nr. 21 m. Abb. 31, daraus:  2. G. Schönermark, Beschreibende Darstellung der älteren Bau- u. Kunstdenkmäler der Prov. Sachsen u. angrenzender Gebiete, 1892, 16. H.: Kreis Delitzsch Halle, S. 165/223, 3. E. Obst, Mord- u. Sühnekreuze, 1921, Aufl. Bitterfeld 38, S. 5 m. Abb., 4. E. Fritzsche, Die Dübener Heide und ihre Umgebung, 1922, S. 43, 5. O. Brachwitz, Steinkreuze im Gebiet der Elstermündung, Nr. 8, S. 72 m. Abb., 6. G. A. Kuhfahl, Die alten Steinkreuze in Sachsen, Dresden 1936, S. 19,   7. F. Horn, Das Steinkreuz am Wege, Halle 1937 m. Abb., 8. B. Liebers, Unsere Steinkreuze - germanische Heiligtümer ?, Halle-Merseburg 1937, S. 10/12,   9. H. G. Pernutz, Stumme Zeugen stehen am Wegesrand, 1937, Mitteldeutsche Nationalzeitung Halle, 10. G. Schröter, Ein PS zu ‘Steinalte Steine’, Azet - Abendzeitung, Leipzig 1968, 4. Jg., Nr. 125, Mai 28 m. Abb.

standort

Jesewitz A: OT Gotha, Lkr. Nordsachsen, ca. 350 m nördl. des Ortes, ostseitig an Straße nach Wedelwitz (K 7424) etwas zur abseitigen Grabenböschung geneigt

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Obertägige Maße: Höhe 1,50 m, Br. 0,52, T. 0,22, das Steinkreuz lat. Form aus Braunkohlenquarzit weist geringfügige Schafterweiterung auf, Kanten im Umriss gerundet, ein Kreuzarm alt verstümmelt; das Kreuz wurde nach mündl. Mitteilung (1962) des Museumsleiters Friedrich Horn, Eilenburg, an dieser Stelle neu gegründet und ist seit dem 4. Februar 1963 denkmalgeschützt; standortspezifisch steht es an der alten Heerstraße ca. 100 m südl. des ehem. Wegeabzweiges (überpflügt) nach Wölpern, weiter nördl. der sog. ‘Nonnenweg’ westl. abzweigend; nach Lit. Pernutz, 1937, und einer mündl. Mitteilung von Marianne Pauneck, Gotha (1962) stand das Denkmal ursprünglich ca. 100 m weiter östl. mitten im Feld, auf dem Acker des damaligen Gemeindevorstehers Hödler; eine Sage berichtet ein Bruder habe den anderen ermordet oder in den Befreiungskriegen ist ein hoher Offizier hier gefallen und begraben worden (Verf.)

Quellangaben: Lit.: 1. H. Quietzsch, s.o., S. 42-43, Nr. 18 m. Abb. 27, daraus: 2. E. Obst, 1921, S. 6 m. Abb., 3. W. Büchting, Geschichte der Stadt Eilenburg und ihrer Umgebung, Eilenburg 1923, S. 172, 4. H. G. Pernutz, 1937 m. Abb., 5. B. Liebers, 1937, S. 12, 6. W. Saal, 1952, S. 152

Jesewitz B: OT Wöllmen, östl. Ortsrand, westseitig an Straße nach Pehritzsch (Alte Salzstraße) ggü. Abgang der Straße nach Gotha (Uferbereich des Teiches)

Maße: (aufrecht) Höhe 0,43 m, Br. 0,26, T. 0,25, derzeit am Boden liegend, fragmenthaft erhaltener Schaft eines Steinkreuzes aus Sandstein, der angeblich (H. Quietzsch) seit etwa 1978 ausgegangen ist, evtl. aber doch noch im derzeitigen Relikt in situ erhalten ist; nach Lit. Fritzsche noch 1926 ein einarmiges Steinkreuz, das durch mutwillige Zerstörung gänzlich verstümmelt wurde; der Torso ist seit 4. Februar 1963 denkmalgeschützt (Verf.)

Quellangaben: Lit.: H. Quietzsch, S. 50, Nr. 22 m. Abb. 32, daraus: 2. E. Fritzsche, 1930, S. 31-32 u. 1934a, S. 311 m. Abb., B. Liebers, 1937, S. 12, W. Saal, 1952, S. 157

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