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Dreieich, OT Offenthal, Lkr. Offenbach, D/E: an der Kreuzung der Altstraße Götzenhain-Langen mit der 'Hainer Trift', bei der ehem. 'Philippseiche', ca. 1,5 km nordwestl. vom nordwestl. Ortsrand, südseitig der 'Langener Straße', unmittelbar südöstl. der Tennisplätze (Sportverein 1890 e.V. Dreieichenhain, 'Im Haag 1'),
2 Steinkreuze (im Abstand von 5 m)

D: Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt), Steinkreuz lat. Form, Material Rotliegendes, (Maße: Höhe 1,30, Br. 0,45, T. 0,14, H. Riebeling, 1977), markant langschaftig mit hohem Kopf und gedrungenem Kreuzstand, *unterschiedliche Kreuzarmlängen, eine Seite mit 5 cm breitem (25/22) eingetieften Kreuz (Verf. frei nach H. Riebeling, 1977)

*unterschiedliche Kreuzarmlängen: die oft in einschlägiger Literatur zu lesende Beurteilung, das unterschiedliche Längen der Kreuzarme das Resultat von Verstümmelung ist, dürfte wohl die naheliegenste sein, doch hinsichtlich vieler Beispiele von Steinkreuzen mit unterschiedlich langen Kreuzarmen, die jedoch ohne erkennbare Beschädigung bzw. Nacharbeitung verkürzt enden, kann von einer so gewollten Steinmetzarbeit ausgegangen werden - in dieser Asymmetrie soll sich der figürliche Ausdruck der Negation einer Untat bzw. des Täters wiederspiegeln; genauso verhält es sich mit Steinkreuzen, die nachweislich im ‘Schrägstand’ ursprünglich aufgestellt wurden; Steinkreuze mit einem längeren Kreuzarm werden auch zuweilen in der Literatur mit einer richtungsweisenden Funktion in Verbindung gebracht, die jedoch ursprünglich gewollt nicht belegbar ist (unterschiedl. Armlängen: s. z. B. SN-Gopplasgrün / BY-Oberpfalz-Lohnsitz; Schrägstand: SN-Theuma / NI-Wimmer) (Verf.)

E: Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt), Steinkreuz lat. Form, Material Rotliegendes,(Maße: Höhe 0,80 m, Br. 0,50, T. 0,22, H. Riebeling, 1977), mit Schab- und Wetzspuren an einem Arm sowie näpfenförmige Vertiefung auf dem Kopf, die als Abriebsmal deutbar ist (Verf. frei nach H. Riebeling, 1977) 

Quellangaben: Lit.: 1. Heinrich Riebeling, Steinkreuze und Kreuzsteine in Hessen, Dossenheim/Heidelberg 1977, S. 173-174, Nr. 6018.9-10 / TK 6018 R 79900 H 39400, daraus: 2. Meyer, Dr. Erwin, Über Steinkreuze und Bildsteine, in: Volk und Scholle 3 (1925) u. Offenbacher Zeitung vom 21. 2. 1925 u. Rechts- und Kultusaltertümer des Kreises Offenbach, in: Geschichtsverein Offenb. 12 (1936), H. 1-3 u. Steinkreuze und verwandte Altertümer im Rodgau und Mümling-Odenwald-Gebiet (unveröffentl. Manuskript), 3. Mösinger, Friedrich: Steinkreuze zwischen Rhein, Main und Neckar, in: Archiv für Hess. Geschichte und Altertumskunde, NF-XIX (1935), S. 49-98, 4. Nahrgang, Karl: Die inschriftslosen Steinkreuze in der Landschaft Dreieich und den angrenzenden Randgebieten, in: Schriften des Dreieich-Museums (1932) H. 1

Internet: 1. ...kreis-offenbach.de-Denkmalschutz-Sühnekreuze, daraus: Foto (Kopie)

verschollene Objekte:
Offenthal,
Ang. Lit. H. Riebeling, 1977: Neben den beiden Steinkreuzen 6018.9-10 wird im Jahr 1574 hier noch ein drittes Kreuz genannt, das vielleicht zusammen mit der dabei stehenden Philippseiche 1905 zerstört und dann beseitigt worden ist. (Textkopie) 
  
Quellangaben: Lit.: 1. H, Riebeling, 1977, S. 175, Nr. 6018.21, daraus: 2. Nahrgang, Karl, 1932, 3. Mösinger, Friedrich, 1935  

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