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Planá (dt. Plan) u Mariánských Lázní (Marienbad), Okres Tachov (Tachau), A: westl. Stadtgebiet von Planá in der ehemaligen Schlossvorstadt, an einer Stützmauer ostseitig in der Straße 'Na Sádkách' bei Haus-Nr. 266 (südl. 'Tachovská'), Steinkreuz

Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt), Steinkreuz lat. Form aus Granit mit gefasten Kanten, im Kreuzungsfeld eine linear eingetiefte Kaufmanns- bzw. Händlerwaage (Verf.)

Geschichte
Die erste schriftliche Erwähnung von Plania stammt aus dem Jahre 1251 als dem Kloster Waldsassen die Patronatsrechte für den Ort übertragen wurden. Der Ort lag an der bedeutenden Handelsstraße Via Carolina von Nürnberg nach Eger im Siedlungsgebiet der Choden. Plan war ein Herrschaftssitz, zu dessen Besitzern die Adelsfamilien von Dobrohoscht, Seeberg, Schlick gehörten. Ihnen folgten ab 1665 die Sinzendorf und schließlich ab 1822 die Nostitz und Nostitz-Rieneck. Die Grundherrschaft Gottschau wurde mit Plan zu einer gemeinsamen Herrschaft Plan-Gottschau vereinigt. Ihre Blütezeit erlebte Plan unter der Herrschaft der Familie der Grafen Schlick. Zu dieser Zeit besaß die Stadt die Privilegien einer Bergstadt und das Münzrecht.
(wikipedia.org-wiki-Planá u Mariánských-Lázní)

Anmerkung
Die dargestellte Kaufmannswaage ist ein Symbol bzw. Zeichen des Handels und kommt relativ selten auf einem niederen Steinkreuz vor. Hinsichtlich der Ortsgeschichte handelt es sich höchstwahrscheinlich um ein altes Marktgerichtskreuz. Aus der Dresdner Bilderhandschrift des Sachsenspiegels (um 1350) ist bei Art 13/fol.25r eine Szene bekannt, wo einem betrügerischen Kaufmann an der Staupsäule (Pranger, Gerichtssäule) die Haare abgeschnitten werden (Körperstrafe), während der Richter ihm die manipulierte Waage entgegenhält (Verf. frei nach Lit. S. Altensleben 2023)  

Quellangaben: Lit.: 1. Stephan Altensleben, Rätselhafte Steinkreuze - Die Entdeckung ihrer wahren Bedeutung, Langenweißbach 2023, S. 93, 102, 148 m. Abb. 218, daraus: 2. Michael Urban, Kreuzsteine in Westböhmen, 1895, S. 291, 3. Wilhelm, Alte Steinkreuze im nordwestlichen und westlichen Böhmen, 1899, S. 107, Internet: 1. wikipedia.org-wiki-Liste-der-denkmalgeschützten-Objekte-in-Planá-u-Mariánských-Lázní, Planá u Mariánských Lázní, Na sádkách, bei Nr. 266, Sühnekreuz, ID 29210/4-5135 o.F., 2. mapy.com-Planá-u-Mariánských-Lázní-Lagekarte m. Standortangabe, 3. google.com-maps-Planá-u-Mariánských-Lázní-Street View Mai 2025 (Kopie, bearb.)

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Planǎ B: östl. des Ortes, ca. 230 m nach der markanten Rechtskurve der Straße 201 Richtung Lestkov, nordseitig links, Steinkreuz

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Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt), gedrungenes Steinkreuz aus Granit; 'Hier haben zwei eifersüchtige Mägde einander mit ihren Arbeitssicheln getötet' (smircikrize.euweb.cz)

Quellangaben: Lit.: Internet: 1. wikipedia.org-wiki-Liste-der-denkmalgeschützten-Objekte-in-Planá-u-Mariánských-Lázní, Planá u Mariánských Lázní, beim Abzweig der Landstraße nach Caltov, Sühnekreuz, ID 45962/4-1871 o.F., 2. google.com-maps-Planá-u-Mariánských-Lázní-Street View Mai 2025 (Kopien, bearb.)

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Planǎ C: in der Altstadt, außen bündig in die östl. Hofmauer des Hauptpostamtes eingesetzt, 'Nám. Svobody Nr. 58', Denkstein

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c.2026  www.kreuzstein.eu

Maße: (aktuell nicht bekannt), ovale Granitplatte mit reliefierter Darstellung eine liegenden Beiles (Arbeitsendstellung) und rechts der Klinge abgeschlagene Gliedmaßen, eine Hand und ein Fuß (Verf.) 

Geschichte/Deutung
Der Stein soll sich ursprünglich am nördlichen Stadttor befunden haben (smircikrize.euweb.cz). Diese Tatsache lässt sich eindeutig mit nachstehenden Sachverhalten in Verbindung bringen - noch im ausgehenden Mittelalter zeigen die sog. 'Muntat' (Montat, Munt - Bildtafeln) das Abschlagen von Gliedmaßen bei Störung des Gerichts-, Kirch-, Hausfriedens oder auch der besonders geschützten Friedensbereiche wie der Stadtfrieden ('Freyheit') oder der Imminitätsbereich von Kirchbezirken. Stand eine Stadt unter Stadtfrieden wurde dieser  Friedensbereich bereits an den Stadttoren unmißverständlich von derartig warnender Symbolik angezeigt (Verf. frei nach Lit. S. Altensleben 2023)

Quellangaben: Lit.: 1.Stephan Altensleben, Rätselhafte Steinkreuze - Die Entdeckung ihrer wahren Bedeutung, Langenweißbach 2023, S. 148 m. Abb. 360, S. 307, Internet: 1. smircikrize.euweb.cz-CR-Tachov-Plana m. Standortangabe u. Foto, 2. google.com-maps-Planá-u-Mariánských-Lázní-Street View Mai 2025 (Kopien, bearb.)