urheber g. mueller-h. quietzsch 1977 urheber g. a. kuhfahl 1928

Reinhardtsdorf - Schöna, Lkr. Sächsische Schweiz - Osterzgebirge, A: ca. 6 km südwestl. von Reinhardtsdorf im Wald, südwestl. des Höhenzuges 'Großer Zschirnstein', im Forstrevier Kleingießhübel Nr. 19, bei einer Lichtung am 'Obrückenweg' (erreichbar über 'Krippenbachweg', der von der Kehre 'Forstmühlenstraße' (S 169) - Cunnersdorf/Kleingießhübel - nach Südsüdost in Richtung Grenze zu Tschechien führt, Steinkreuz, Benennung: 'Murrestein'

Obertägige Maße: (aktuell unbekannt), Steinkreuz lat. Form aus Sandstein mit eingehauener Inschrift (Verf.)

Ang. Lit. G. Müller-H. Quietzsch, 1977: Weit südwestlich vom Ort, südwestlich vom Großen Zschirnstein, im Forstrevier Kleingießhübel Abteilung 19, nördlich der Stelle, wo die Staatsgrenze zu CSSR das Schindelbaudenflüßchen quert, am ersten Weg, der nördlich dieser Stelle Ost-West gerichtet verläuft, 15 m östlich der Schneise 2, 1,50 m nördlich vom Weg. 1 Steinkreuz. 'Morrs Stein' (auch 'Marr-' oder 'Murrestein'). Kopf, Arme und Schaft gerade, Schaft mit rechteckiger Sockelbildung, scharfe Kanten, W-Arm kürzer. Sandstein. O-W. (Ausrichtung). S-Seite, über die Armbreite eingemeißelt: J. M. F. Z. S. / .1635. / D. XI. OCTOB. (Jacob Murre, Förster zu Schöna / 1653 / Den 11. Oktober). S- Seite, im Kopffeld linear eingehauen: kleines Kreuz mit Kleeblattenden, zum Teil weggeschlagen. Höhe: S-Seite 92 cm, N-Seite 84 cm, Breite: 68 cm, Stärke: 23 cm. 1653 nach Einzeichnung. Murre wurde, auf dem Pferd sitzend, von einer Eiche erschlagen - Kirchenbuch Reinhardtsdorf. Alter Abschlag am Kopf, der die Kreuzeinzeichnung stark beeinträchtigt; alte Abschläge an den Armkanten. Keine Gefährdung. Geschützt seit 3. 7. 1972. Bei Kuhfahl und anderen unter Zschirnsteinwald. Altbekant. (Textkopie)

Quellangaben: Lit.: 1. Gerhardt Müller-Harald Quietzsch, Steinkreuze und Kreuzsteine in Sachsen, Inventar Bezirk Dresden, Berlin 1977, S. 330-331, Nr. 214 Reinhardtsdorf, Kr. Pirna, Mbl. 5150 (103), S 21,2 / O 2,4 m. Abb. 254 (Kopie), daraus:
2. G. A. Kuhfahl, Die alten Steinkreuze in Sachsen, Dresden 1928, Nr. 270, S. 129 m. Abb. 48 (Kopie) u. Nachtrag zum Heimatschutzbuch von 1928 (1936), Nr. 296, 3. M. Beck, Zwei Steinmale am grossen Zschirnsteine, in: Über Berg und Tal, 1881, Nr. 9, S. 357-358 u. Nachtrag zu Marr's Stein, in: gl. T., 1881, Nr. 11, S. 380-381 , 4. W. Rüling, Marr's Stein, in: Über Berg und Tal, 1881, Nr. 10, S. 368-369, 5. R. Pfutz, Denksteine in der Schöna - Reinhardtsdorfer Waldung und Kleingießhübel, in: Über Berg und Tal, 1892, Nr. 11, S. 306-307, 6. A. Meiche, Zur Steinkreuzforschung, Neues Archiv für Sächs. Geschichte, 1919, Bd. 40, S. 192, 7. F. B. Störzner, Am Zschirnstein, in: Heimat, 1928, Nr. 6, S. 46-47, 8. R. Kutsche, Alte Steinmale am Zschirnstein, in: Das Steinkreuz (DSF), Nürnberg 1934, H. 2, S. 17, 9. G. Müller, Die alten Steinkreuze, in: Heimat, 8. Jg., 1934, Nr. 9-10, S. 65-80 u. Die Steinkreuze im Bereich der ehemaligen Amtshauptstadt Pirna, Bautzen 1964, S. 296

Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-Liste der Bodendenkmale in Reinhardtsdorf - Schöna: besonderer Stein, Reinhardtsdorf, Steinkreuz, „Murrestein“, Neuzeit, weit südwestlich des Orts, südwestlich des Großen Zschirnsteins, Forstabteilung 19, Initialen und Jahreszahl 1653 eingemeißelt, Schutz seit 3. Juli 1972 (o. F.)

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Reinhardtsdorf B: südl. von Reinhardtsdorf, ca. 500 m ostsüdöstl. des Gipfels 'Großer Zschirnstein', ostseitig am 'Wiesenweg' (Teilstück 'Alte Tetschener Straße'), etwa halbwegs zwischen den Abzweigen 'Oberer Brettweg' und 'Alter Marktsteig', am Stamm der sog. 'Kreusels Eiche' (günstig erreichbar: in Kleingießhübel am östl. Ende der 'Dorfstraße', am Waldrand, Wiesenweg ca. 3 km bis zum Standort folgen), Kreuzstein, Benennung: 'Schächers Kreuz'

Obertägige Maße: (aktuell unbekannt), vermutlich handelt es sich um den verbliebenen Rest (Aufsatz) eines einstigen Bildstockes oder einer Betsäule; das gerundet abschliessende Denkmal zeigt in gerahmter, zurückgesetzter Bildnische ein linear eingetieftes lat. Kreuz; im Anschluss darunter hervortretender Sockel, in dessen vertiefter Fläche sich die eingerillte Jahreszahl '1549' befindet (Verf.); der Gedenkstein soll an den Sohn des damaligen Schönaer Försters Kreusel erinnern, der hier von einem böhmischen Wilddieb erschossen worden ist; die derzeitige Eiche wurde 1875 gepflanzt, nachdem ihre Vorgängerin ausgegangen ist (Verf. frei nach Hans Brichzin, Wandern in der Sächsischen Schweiz, 2001, S. 107, aus: ...marjorie-wiki.de)

Quellangaben: Lit.: 1. Hans Brichzin, Wandern in der Sächsischen Schweiz, 2001, S. 107,  Internet: 1. ...marjorie-wiki. de   

Internet: 1. ...wikimedia.org-Fotokopie: Schächers Kreuz, Urheber: 'SchiDD' (Eig. Werk) Liz.-Nr. CC BY-SA 3.0

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