f. stoerzner in thueringer allgemeine  2. 7. 2016
kopie lit. f. stoerzner 1988

Schleusingen, Lkr. Hildburghausen, A: südöstl. im Ort, im spitzen Winkel der Straßen ‘Steinernes Kreuz’ und ‘Eisfelder Straße’ auf Grünfläche

Obertägige Maße: Höhe 1,60 m (ges. 2,20), Br. 1,05, T. 0,27), das Steinkreuz lat. Form aus Sandstein besitzt tief angesetzte proportional kurze schmale Arme und zeigt beidseitig am Kopfbalken eine eingetiefte giebelförmig gestaltete Ädikula; nach Lit. H. Bergner (1901) war der Scheitel des Kopfes mit gotischem Zierwerk versehen, heute durch Verwitterung ausgegangen; die Seitenkanten des Schaftes weisen Abfasung auf, ebenfalls ein gotisches Stilelement; unter der Nische bis in den unteren Schaft reichend, die Darstellung eines Zimmermannsbeiles im Relief (Höhe 0,51 m, Br. 0,38), seitlich am Kopf sowie armoberseitig näpfchenförmige Vertiefungen, die als Abriebsmale deutbar sind s. Einf. (Verf.)

das Denkmal steht in der Flur ‘Am steinernen Kreuz’, als 1960 der jahrhundertealte Standort ganz in der Nähe in ein Privatgrundstück einbezogen wurde, erfolgte die Umsetzung an den heutigen Standort, auf städtisches Gelände (Lit. P. Georgi)

nach Lit. K. Thiele soll jemand seinen Vater erschlagen haben

Quellangaben: Lit.: 1. Frank Störzner, Das Bildstock-Kreuz von Schleusingen, in: TA (Thür. Allgemeine) vom 2. Juli 2016, 2. F. Störzner, Steinkreuze in Thüringen, Katalog Bezirke Gera-Suhl, Weimar 1988, S. 136, Nr. 104 m. Abb. 118 (Kopie) /121, daraus: 3. H. Bergner, Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Kreise Ziegenrück und Schleusingen, Halle 1901, S. 258 m. Zeichnung, 4. E. Koch, Die ehem. Liebfrauenkirche auf dem Einfirst bei Schleusingen, Schleusingen 1912, S. 62, 5. K. Mundt, Unser Kreis Schleusingen, Suhl 1925 m. Zeichnung, 6. K. Thiele, Steinkreuze - mittelalterl. Sühnezeichen, Eisenach 1933, S. 161, 7. P. Georgi, Steinerne Zeugen alten deutschen Rechts im Kreise Schleusingen, Suhl 1938, S. 308 m. Abb. u. Von Sühnekreuzen und Blutsteinen unserer Heimat, Suhl 1939, S. 2-3 u. titelloser Beitrag zu Steinkreuz Schleusingen, Schleusingen 1960, Bl. 3, 8. H. Köber, Die alten Steinkreuze und Sühnesteine Thüringens, Erfurt 1960, S. 66, Nr. 453 m. Abb. 33, 9. G. Müller, Steinkreuze sind Zeugen der Vergangenheit, Weimar 1974 (TNN 24), 10. S. Spantik, Katalog der Kreuze, Frank Störzner - Steinkreuzforscher aus Passion, Weimar 1985 (TLZ 41-269)

kopie lit. f. stoerzner 1988

Schleusingen B: OT Fischbach, ca. 700 m südwestl. des Ortes im Ahlstädter Bergwald an markanter Wegekreuzung

Obertägige Maße: Höhe 1,05 m, Br. 1,01, T. 0,23, das Steinkreuz lat. Form aus Sandstein besitzt einen nur noch ansatzhaft erhaltenen Kopf, Kanten exakt gefast, reparierte Bruchstelle am Schaft; der Querbalken zeige nach Lit. F. Störzner horizontal eingeritzt einen ‘leicht eingeschwungenen Knotenstock’ oder ‘Hirtenstab’

nach der Sage soll ein Hirt eine Frau erschlagen haben; das Denkmal wurde 1906 durch den Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Suhl neu aufgestellt, nachdem es schon länger umlag, Lit. P. Georgi vermerkt 1938 ‘tief im Waldboden eingesunken und beschädigt, im Juni 1985 wurde das Kreuz erneut am Boden liegend vorgefunden und wieder aufgestellt

Quellangaben: Lit.: 1. F. Störzner, 1988 s.o. S. 132-133, Nr. 98 m. Abb. 102 (Kopie), daraus: 2. P. Georgi, 1938 s.o. S. 309, 1939, S. 57, 3. H. Köber, 1960 s.o.    S. 66, Nr. 463, 4. R. Richter, Denkmalschutz - beim StFB Suhl kein Stiefkind, Suhl 1966 m. Zeichnung (SKE 7/47), 5. E. Richter, Um sie der Nachwelt zu erhalten, Suhl 1968 (FW Ausg. 17/175

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