steinkreuz stockum standort andere seite

Möhnesee,  OT Stockum, Kreis Soest, ca. 600 m nordwestl. vom Ort am südwestl. Rand des Brandholzes (an Str. Körbecke-Stockum bei Linde mit Bildstock v. 1691 Weg nach Norden)

Obertägige Maße: Höhe 0,90 m, Br. 0,52, T. 0,20, das gut erhaltene Steinkreuz aus Sandstein lat. Form mit sichtbarem Basisansatz zeigt auf der Vorderseite folgende eingehauene Inschrift: ‘ANNO 16 / 89 DEN / 25. AVG / USTI / IST JORGEN WEDEN / HOVET VON STIRPE / ALHIER VNER EINEM RV / STWAGEN TODT / GEBLIEBEN / R . I . P’ (Anno 1689 den 25. August ist Jorgen Wedenhovet von Stirpe alhier unter einem Rüstwagen tot geblieben - R I P    lat. Abk. Requiescat In Pace - Ruhe in Frieden) der Ort Stirpe ist heute ein Ortsteil von Erwitte, Kr. Soest; *Rüstwagen waren Planwagen, die besonders als Proviantwagen gebraucht wurden; als Troß- oder Frachtwagen kommt ein solcher Wagen auch in Goethes ‘Campagne in Frankreich’ vor (*Jacob u. Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch, Bd. 8, Leipzig, 1893, Sp. 1553)

Quellangaben: Lit.: 1. Wilhelm Brockpähler, Steinkreuze und Kreuzsteine in Westfalen, Münster 1963, S. 97-98

gedenkstein muellingsen
standort

Soest, OT Müllingsen, Kreis Soest, ca. 500 m südl. des Friedhofes auf der Höhe am Waldrand, westl. an Straße ‘Landwehr’ nach Bergede 

Postament mit Reststück eines bei Baumfällarbeiten abgebrochenen gusseisernen Kreuzes; das Denkmal bezeichnet die Örtlichkeit des Mordes am Müllingser Gutsbesitzer und Gemeindevorsteher Carl Schulze, am 27. Januar 1919; an jenem Tage wurde Schulze an seinem Grundstück an der Landwehrstraße zum ‘Vogelsang’ erschossen aufgefunden; trotz einer ausgesetzten Belohnung von 10 000 Mark konnte der Täter nie gefasst werden; s. Kopien der damaligen regionalen Presse

zeitungsanzeige mordtat zeitungsanzeige nachruf

Quellangaben: Lit.: 1. Heimatpflege Soest, Bereitstellung Kopien, Internet: 1. ...lwl.org/geokult/portal/muellingsen

verschollene Objekte: 1. Ampen (Soest), am Dorfteich im Ort soll früher ein verwittertes Steinkreuz gestanden haben; eine Ende des 19. Jh. noch lebende neunzigjährige Frau, die alte Dovesche, wollte sich noch an das Kreuz erinnern; es soll angeblich zur Erinnerung an die Taufe der Bewohner durch Karl den Großen errichtet worden sein (Quelle: Lit. W. Brockpähler, s.o., daraus: Lit.: A. H. Blesken, in: Rote Erde, Dortmund, 2. 4. 1943, nach Erzählung von Rektor Wiemann +)

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