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Unstruttal, OT Urbach, Unstrut-Hainich-Kreis, im Ort, östl. der Ortskirche St. Johannis, an der Hausmauer 'Klingelüber Nr. 3', Steinkreuz, Benennung: *'Bonifatiuskreuz' (Lit. F. Störzner 1984)
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Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt, derzeitige Situation nicht bekannt), Steinkreuz gotischer Epoche aus Kalkstein mit den Maßen um 1984 von Höhe 92 cm, Breite 86 cm und Stärke 22 cm, seitlich nasenbesetzt, Schaft rückseitig zurückgesetzt (Verf. frei nach Lit. F. Störzner 1984)
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*Bonifatiuskreuz Deutung als Bonifatiuskreuz: Nach dem Märtyrertode des christlichen Glaubensboten Winfried Bonifatius bei Dokkum, Friesland, im Jahre 754, wurde sein Leichnam hauptsächlich zu Schiff über Utrecht nach Mainz gebracht. Von hier in mehreren Tagesreisen in das Kloster Fulda, der auserwählten Begräbnisstätte des Heiligen. Überall wo der Leichenzug rastete oder übernachtete sollen Steinkreuze gesetzt worden sein. Eine andere Gruppe von Bonifatiuskreuzen finden sich im gesamten mittel- und norddeutschen Raum, sie sollen angeblich die Plätze und Orte bezeichnen, wo der Heilige auf seinen Reisen predigte oder taufte, doch werden heute manche dieser Angaben bezweifelt, weil wirkliche Besuche des Heiligen oft nicht nachweisbar sind und gerne als besonderes Privileg vorgegeben wurden, im Sinne von Reminiszenz (Verf. frei nach wikipedia.org-Bonifatius)
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Quellangaben: Lit.: 1. Frank Störzner, Steinkreuze in Thüringen, Katalog Bezirk Erfurt, Weimar 1984, S. 82, Nr. 171 m. Abb. 178 (Kopie), daraus: 2. H. Köber, Die alten Steinkreuze und Sühnesteine Thüringens, Erfurt 1960, S. 43, Nr. 514, Internet: 1. wikipedia.org-wiki-Bonifatius
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Kutzleben, OT Lützensömmern, Unstrut-Hainich-Kreis, südwestl. im Ort, nordseitig am 'Ballhäuser Weg', ca. 90 m nach der Einmündung 'Friedhofsweg', Steinkreuz, Benennung: 'Schwedenkreuz' / 'Luciakreuz' (vorbehaltlich)
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Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt, derzeitige Situation nicht bekannt), Steinkreuz gotischer Epoche aus Kalkstein mit den Maßen um 1984 von Höhe 125 cm, Breite 67 cm und Stärke 21 cm. Flurname: 'Am Gebinde'. Nach örtlichen mündlichen Angaben (1980) soll hier im 30-jährigen Krieg eine Schlacht stattgefunden haben. Die in Lit. H. Köber (1960) verwendete Benennung Luciakreuz ist auf eine Verwechslung mit dem im Ort befindlichen Grabstein 'Luciastein' zurückzuführen (Verf. frei nach Lit. F. Störzner 1984)
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'Im Ort befindet sich ein ehemaliges Rittergut, das heute für Tagungen genutzt wird' (wikipedia.org-wiki-Lützensömmern)
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'Anno 1603 Hans v. Brühl wird von Kurfürst Christian II. mit dem "Rittergut Schlößchen" belehnt und erhält die Erlaubnis zum Bau einer Waidmühle "die das Wasser treibt". Erste und wohl auch einzige Wasser-Waidmühle' (luetzensoemmern.neocities.org-geschichte-1600)
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'Geschichte von Rittergut Lützensömmern Bereits im 10. Jahrhundert wurde das Rittergut Lützensommern zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Das Herrenhaus ist spätestens mit dem Jahr 1001 nachgewiesen und bestand damals aus einem Festen Haus mit Wällen, Graben und Palisaden sowie Wirtschaftsgebäuden und einer Kirche. Ein einschneidendes Erlebnis war der Bauernaufstand von 1525, als über 1000 Bauern die mittlerweile dem Deutschen Orden gehörende Kommende überfielen. Dabei wurde das Gutshaus vom Rittergut Lützensömmern schwer beschädigt; es entstand ein Schaden in Höhe von 3350 Gulden. Wenige Jahre später wurde der kirchliche Ritterorden durch die Säkularisation aufgehoben und das Landgut verkauft. Während des Dreißigjährigen Krieges wird das Rittergut Lützensömmern erneut Opfer von Gewalt: Schwedische Truppen plündern das Gut und brennen es nieder. Erst 1685 baute man das Gut wieder auf. Bis ins 19. Jahrhundert hinein florierte das Landgut, dann trennte man die Ländereien zwischen dem Gut und der Gemeinde auf, was ebenso wie eine Viehseuche den Untergang des Gutes einläutete. In der Folge wird es nur noch verpachtet und landwirtschaftlich betrieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg werden die Bewohner enteignet und aufgefordert, das Gut innerhalb von 24 Stunden zu entlassen. Das Rittergut Lützensömmern wurde zu mehreren, kleineren Bauernhöfen zerschlagen. Durch die private Nutzung ist das Herrenhaus nicht zu besichtigen' (burgenundschloesser.de-thueringen-rittergut-luetzensoemmern-geschichte)
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Anmerkung Die Existenz eines Rittergutes im Ort (Straßenbezeichnung) könnte durchaus mit dem Ursprung des Steinkreuzes zu tun haben, indem es dessen Gerichtsbarkeit mit dem dazugehörenden Gerichtsfriede angezeigt hat (Verf.)
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Quellangaben: Lit.: 1. Frank Störzner, Steinkreuze in Thüringen, Katalog Bezirk Erfurt, Weimar 1984, S. 66, Nr. 124 m. Abb. 127 (Kopie), daraus: 2. H. Köber, Die alten Steinkreuze und Sühnesteine Thüringens, Erfurt 1960, S. 43, Nr. 154, 3. W. Fleischmann, Steinerne Zeugen der Vergangenheit im Kreis Bad Langensalza, Weimar 1975, S. 13, Nr. 9, Abb. 18, 4. H. Fiedler, Steinerne Kulturdenkmale im Kreise Bad Langensalza, 1961, S. 18
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