urheber: t. sobczyk-a. bueltemeier

Cunewalde, OT Weigsdorf-Köblitz, Lkr. Bautzen, A: nördl. des Ortes Bereich südl. Waldrand des Waldgebietes 'Herrnsberg', bei einem Rastplatz, ca. 300 m Luftlinie südl. des 'Märchensee' (günstig erreichbar: vorbei am Anwesen 'Am Nordhang Nr. 8a' führt ein Fahrweg etwa geradlinig ortsauswärts nach Norden und erreicht nach ca. 400 m den Waldrand bzw. den Standort an einem Baumstamm), Gedenkstein, Benennung: 'Kutschke Gedenkstein' 

Obertägige Maße: Höhe 58 cm, Br. 46 cm, T. 12 cm (Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier), kleine quadratische Granitplatte mit Inschrift: 'K. F. W. / Kutschke / 10. Juli 1894 / Verunglückt'

Geschichte
An jenem Julitage kam hier der Waldarbeiter Karl Friedrich Wilhelm Kutschke bei Holzfällarbeiten ums Leben (Verf. frei nach Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier)

Kutschke war als Waldarbeiter und Kutscher auf dem Weigsdorfer Rittergut angestellt. Das Unglück passierte beim Abfahren von Langholz. Er hinterließ seine hochschwangere Frau, die wenig später ein Mädchen zur Welt brachte, die Mutter von Frau Ruth Hindemith, geb. Fischer aus Köblitz. Den Gedenkstein errichtete Hans von Oppeln, der 1886 das Rittergut Weigsdorf mit dem dazugehörenden Waldgebiet kaufte. Um 1950 war der Stein von einem Eisengitter umfriedet, das durch Baumfällarbeiten beschädigt und daraufhin entfernt wurde. Herr Manfred Branzke aus Großdubrau, der Schwiegersohn von Ruth Hindemith und Ehemann ihrer Tochter Corinna, überarbeitete 2015 das arg in Mitleidenschaft gezogene Denkmal in mühevoller Kleinarbeit (Verf. frei nach geschichtlichescunewalde.de)   

Quellangaben: Lit.: 1. Thomas Sobczyk/Andreas Bültemeier, Denkmale in den Oberlausitzer Wäldern, 2016, Oberlausitzer Verlag, Spitzkunnersdorf, S. 389-390 m. Lagekarte, Beschreibung u. Foto (Kopie), Internet: 1. geschichtlichescunewalde.de-Heimatfreunde Weigsdorf-Köblitz, Mathias Pech/Torsten Hohlfeld-Kutschke-Gedenkstein m. Beschreibung u. Foto 

quelle: geschichtliches cunewalde

Weigsdorf-Köblitz B: nördl. vom 'Kutschke Gedenkstein', ca. 120 m Luftlinie nordöstl. des 'Märchensee', nahe des Weges (günstig erreichbar: vom 'Kutschke Gedenkstein' mündet der Weg Richtung Norden, den Abzweig zum Märchensee rechts liegen lassend, nach ca. 500 m in einen Ostwestweg ein, wo rechts abzweigend nach ca. 250 m der Standort erreicht wird), Gedenkstein, Benennung: 'Russenstein'

Obertägige Maße: Höhe 1,17 m, Br. 40-100 cm, T. 20 cm (Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier), nach oben verjüngter, trapezförmig abschließender Granitblock mit zwei eingetieften Flächen, oben etwa quadratisch mit einem Sowjetstern, darunter rechteckig mit kaum mehr um 2016 lesbarer Inschrift, vor dem Denkmal ein russischer Stahlhelm  (Verf.)

Geschichte
Der Stein aus Oberlausitzer Granodiorit, geschaffen nach Kriegsende 1945 von Schönberger Steinarbeitern, war um 2020 vor Ort völlig eingewachsen, überwuchert und kaum mehr sichtbar. Peter Koch, ein heimatverbundener Einwohner aus Cunewalde legte ihn frei und führte eine gründliche Überarbeitung durch. Heute ist zu lesen 'Hier ruht / ein russischer Soldat', darunter der gleiche Schriftzug in russischer Sprache.
Nachstehende Angaben beruhen auf Augenzeugenberichten und mündlichen Überlieferungen. Ein russischer Generalleutnant Wlassow soll im Herbst 1944 mit seiner Truppe zur Wehrmacht übergelaufen sein, um mit ihr zu kämpfen. Drei seiner Soldaten vergingen sich am Eigentum der Wehrmacht und wurden nach dem Kriegsrecht zum Tode verurteilt. Zunächst gefesselt saßen sie
auf der Wiese vor dem Bauernhof Sommer in Schönberg, gegenüber dem ehemaligen Konsum. Ein Soldat wurde am Herrnsberg erschossen und verscharrt, die anderen zwei am Waldrand bei Pielitz. 
Nach dem Krieg wurden sie nach Bautzen auf den Russenfriedhof an der Muskauer Straße umgebettet. Eine andere Überlieferung berichtet von einem Spähtrupp, bestehend aus 5 Soldaten und einen Sergeanten, die in deutsche Gefangenschaft gerieten. Die Soldaten wurden bei Pielitz erschossen, der Sergeant, dem man Plünderung vorwarf, wurde in der Kommandantur in Schönberg verhört und kurz darauf am Herrnsberg erschossen (Verf. frei nach geschichtlichescunewalde.de-Russenstein)

Quellangaben: Lit.: 1. Thomas Sobczyk/Andreas Bültemeier, Denkmale in den Oberlausitzer Wäldern, 2016, Oberlausitzer Verlag, Spitzkunnersdorf, S.390 m. Lagekarte, Beschreibung u. Foto, Internet: 1. geschichtlichescunewalde.de-Russenstein m. Beschreibung u. Foto (Kopie), Urheber: Heimatfreunde Weigsdorf-Köblitz, Jochen Spiegel, Torsten Hohlfeld, 2. wikipedia.org-wiki-Liste der Kulturdenkmale von Cunewalde, OT Weigsdorf-Köblitz: Russenstein, Gedenkstein (auf dem Herrnsberg), Nach 1945, Gesetzt für einen an dieser Stelle ermordeten russischen Soldaten, ortsgeschichtlich von Bedeutung; nach 2014 von der Denkmalliste gestrichen, ID 09253364 (o.F.)

urheber: arnold stork

Weigsdorf-Köblitz C: südl. Ortsrand, östl. der 'Matschenstraße', am Weg zum Gipfel des 'Matschenberg' (günstig erreichbar: 50 m nördl. der Einmündung 'Köblitzer Straße' zweigt die Fahrstraße zum Gelände des Sportplatzes ab, wo nach 60 m links eine Treppe bergauf führt und nach weiteren 70 m zum Standort führt), Gedenkstein, Benennung: 'Henriette von Nostitz Denkmal' 

Obertägige Maße: Höhe ges. 1,7 m, Br. 103 cm, T. 65 cm (Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier), rundlich zulaufender Granitblock auf zweistufigen Sockel aus Quadersteinen, mittig Inschriftstafel: 'Edelfrau / Henriette, Luise, Charlotte / von Nostitz geb. von Leubnitz / *6. Juli 1775 - + 8. Februar 1801 / ist hier bei einem Morgenritt / tot vom Pferd gestürzt', darunter liegendes lat. Kreuz mit Palmenzweig darauf, darunter: 'Früher stand hier ein Denkmal,  / das später im Schloßpark / Aufstellung gefunden hatte' (Verf.)

Geschichte
Die Edelfrau von Nostitz war die Ehefrau des Weigsdorfer Gutsherrn Carl Gottlob Ferdinand von Nostitz-Rothenburg, der Gründer der Siedlungen Neuweigsdorf und Neuköblitz, vorwiegend für seine Waldarbeiter. Im Jahre 1833 setzte er als Universalerbe die Bautzener Landschullehrer Seminaranstalt ein. Er stiftete Fördermittel für den Bau des Armenhauses, für die Gewährung von Schulprämien und für eine zweite Pfarrerstelle und wurde von daher in der Region als Wohltäter verehrt (Verf. frei nach Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier)  

Die Edelfrau von Nostitz starb an den Folgen des Sturzes vom Pferd in Bautzen (geschichtlichescunewalde.de)

Quellangaben: Lit.: 1. Thomas Sobczyk/Andreas Bültemeier, Denkmale in den Oberlausitzer Wäldern, 2016, Oberlausitzer Verlag, Spitzkunnersdorf, S. 391-392 m. Lagekarte, Beschreibung u. Foto, Internet: 1. wikipedia.org-wiki-Liste der Kulturdenkmale in Cunewalde, OT Weigsdorf-Köblitz: Denkmal für die Edelfrau von Nostitz (1775–1801), (auf dem Matschenberg), 1801, Monolith auf Sockel, mit Schrifttafel, ortsgeschichtlich von Bedeutung. Die Frau kam an dieser Stelle bei einem Ausritt ums Leben, ID 09253350 (o.F.), 2. geschichtlichescunewalde.de-Edelfrau m. Foto, 3. mapy.com-Lagekarte Weigsdorf-Köblitz m. Standortangabe u. Foto v. 9.11.2025 (Kopie), Urheber: 'Arnold Stork' (Eig. Werk)

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