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Wittichenau, Lkr. Bautzen, A: östl. des Ortes, ca. 15 m nordseitig der  ‘Maukendorfer Straße’,  ca. 60 m vor der Wudrabrücke Richtung Brischko, Steinkreuz  (Fotos vorheriger Standort direkt an der Brücke um 2005)   

Obertägige Maße: Höhe 1,50 m, Br. 1,10, T. 0,17, das wuchtige Steinkreuz lat. Form aus Granit zeigt beidseitig ein eingerilltes lat. Balkenkreuz, dessen Linien bis an die Ränder reichen; geringfügiger Abschlag am Kopf, keilförmige Schafterweiterung (Verf.)

Das Kreuz an der sog. 'Schwarzen Brücke' über die Wudra wird ein Straßengerichtskreuz des Klosters Marienstern gewesen sein (S. Altensleben 2023), könnte aber auch ein Brückengericht der örtlichen Grundherrschaft angezeigt haben (Verf.). Gründer, Grundherren und Gerichtsherren von Wittichenau waren die Grafen zu Kamenz, jedoch nicht das Kloster Marienstern (wittichenau.de)

Quellangaben: Lit.: 1. 1. Stephan Altensleben, Rätselhafte Steinkreuze - Die Entdeckung ihrer wahren Bedeutung, Langenweißbach 2023, S. 206-207 m. Abb. 450 (S. 326), daraus: 2. O. Herr, Steine am Wege, 1929, 3. D. Neuber/G. Wetzel, 1982,  Internet: 1. wikipedia.org-wiki-Liste der Kulturdenkmale in Wittichenau: Mord- und Sühnekreuz, Maukendorfer Straße (kurz vor dem Abzweig nach Brischko), Spätmittelalter, Ortsgeschichtlich von Bedeutung, ca. 1,40 m hohes Granitkreuz, auf der Länge von beiden Kreuzbalken schmales Kreuz eingeritzt, auch auf der Rückseite, ID 08990555

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Wittichenau B-E, im Ort, im westl. Winkel der Kreuzung  'Saalauer Straße-Kolpingplatz-Bautzener Straße-Mühlgasse', an der katholischen Kreuzkirche, 4 Steinkreuze (3 an Außenmauer, 1 Steinkreuz sichtbar bündig vermauert in 2 m Höhe, 1 Betsäule) 

Das Kreuz B an der Längsseite der Kreuzkirche weist eine heute kaum mehr erkennbare linear eingetiefte Schwerteinzeichnung auf, möglicherweise könnte es das Gerichtskreuz der adeligen Grundherrschaft gewesen sein (S. Altensleben 2023). Das Byzantinerkreuz C an der Chorseite links am Stützpfeiler (Giebelwand) zeigt im Kreuzungsfeld eine runde Auswölbung, welche zum Beispiel auch das 'Pfannkuchenstein' genannte Steinkreuz im Bad Salzschlirfer Genossenschaftswald in Hessen zeigt. Es wird aber kein Pfannkuchen dargestellt (Volkskunde),  sondern es handelt sich um einen geschützten abgegrenzten Gerichtskreis. Das Steinkreuz könnte durchaus das alte örtliche Marktgerichtskreuz gewesen sein, auf dem Marktplatz steht jedoch seit dem 19. Jh. ein Kruzifix. Das eingemauerte Kreuz D darüber wurde erst  1983 bei Sanierungsarbeiten unter dem Putz entdeckt. Die heutige Kreuzkirche wurde 1780/81 an Stelle einer vorherigen Wehrkirche errichtet. Das griechische Kreuz E an der rechten Ecke der Chorwand wurde beim Bau der Kirche gefunden, von daher stand es außerhalb der Stadtmauer (S. Altensleben 2023). Wittichenau, 1248 erstmals erwähnt, erhielt 1349 einen Wochenmarkt, damit das Marktrecht (Verf. frei nach Lit. S. Altensleben 2023)

Quellangaben: Lit.: 1. 1. Stephan Altensleben, Rätselhafte Steinkreuze - Die Entdeckung ihrer wahren Bedeutung, Langenweißbach 2023, S. 206-207 m. Abb. 449 (S. 326), daraus: 2. O. Herr, Steine am Wege, 1929, S. 11, Anm. 267,  3. D. Neuber/G. Wetzel, 1982, S. 76, Anm. 756

Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-L. d. K. in Wittichenau: Katholische Kreuzkirche und vier Mord- und SühnekreuzeBautzener Straße 32, 1780/1781 (Katholische Kirche); 15.–17. Jahrhundert, Baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung. Kleine Saalkirche von 1780/81. Der Putzbau mit Satteldach und Dachreiter. Im Inneren flachgedeckt. Qualitätvoller geschnitzter Flügelaltar, letztes Viertel 15. Jahrhundert, im Mittelschrein Maria Regina, in den Flügeln die hll. Anna und Christophorus, auf den Rückseiten Gemälde der Verkündigung. – Mondsichelmadonna um 1470, mit modernen Ergänzungen. Saalkirche mit zentralem Dachreiter, Putzbau mit Rundbogenfenstern, Satteldach, Biberschwanzdeckung, Dachreiter mit Laterne und Haube, drei Mord- und Sühnekreuze in Stein, eines in den Putz geritzt. ID 08990381, daraus: Fotokopie, Urheber: 'SeptemberWoman' (Eig. Werk) Liz.-Nr. 3.0 u. Foto Kreuz C v. 30.7.2012 (Kopie), Urheber: ‘September Woman’ (Eig. Werk) Liz.-Nr. CC BY-SA 3.0

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Wittichenau F: südwestl. vom Ort, auf dem Galgenberg (Sächsische Äquidistantenkarte Nr. 22: Section Königswartha, 1884), 'Liebegaster Weg' ca. 800 m folgen, der von der 'Kamenzer Straße' in südwestl. Richtung auf die Höhe führt, im Bereich der Waldspitze an der Weggabel, Granitstele, Benennung: 'Kubitz-Stein'

Obertägige Maße: Höhe 1,5 m, Br. 45 cm, T. 22 cm (Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier), stelenartige Granitsäule, oben die eingetiefte Jahreszahl '1554', nach  Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier '1564', darunter nicht mehr deutbare Darstellungsfragmente (Verf.)

Geschichte
Am Südwestrand des 'Kubitzteich', westl. des Ortes, wird im Jahre 1490 erstmals eine Mühle erwähnt, eine von ursprünglich 3 Wassermühlen im Gebiet, die bis 1560 nach dem damaligen Eigentümer namens Martin Kubitz (Lit. R. Mann u. Wendt fälschlich 'Johann Kubitz') 'Kubitzmühle' hieß (über 'Schwotschickweg' erreichbar). Der nachfolgende Eigentümer war ein Müller namens 'Mattheus Schowtzig' (Schowtschick/Schoutschik). M. Kubitz hatte großes Interesse an einem Feld seines Nachbarn. Als er es nicht verkauft bekam, soll er dieses in Brand gesteckt haben, worauf das Feuer auch weitere fremde Felder vernichtete. Das örtliche Gericht verurteilte den Brandstifter zum Feuertod auf dem nahen Galgenberg, wo die Blutsgerichtsurteile vollzogen wurden  (Verf. frei nach Lit. T. Sobczyk/A. Bültemeier u. S. Altensleben)

Quellangaben: Lit.: 1.  Thomas Sobczyk/Andreas Bültemeier, Denkmale in den Oberlausitzer Wäldern, 2016, Oberlausitzer Verlag, Spitzkunnersdorf, S. 243-244 m. Lagekarte, Beschreibung u. Foto (Kopie), 2. Stephan Altensleben, Rätselhafte Steinkreuze - Die Entdeckung ihrer wahren Bedeutung, Langenweißbach 2023, S. 206 m. Äquidistantenkarte Nr. 22, 1884

Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-L. d. K. in Wittichenau: Gedenkstein, (auf dem Galgenberg) Vermutlich bezeichnet mit 1564, Ortsgeschichtlich von Bedeutung, ca. 1,50 m hohe Granitstele, oben etwas schräg, Inschrift: „1564/ M. K.“, Schrifttafel davor: „– 1754 (?) – wurde M. Kubitz auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Er zündete das Getreide an und vernichtete hier die ganze Ernte. Jugend pflege und schütze diese alte Stätte das sie erhalten bleibe. A. 1956/ SELIN“ ID 08990529  

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Wittichenau G: OT Keula, nördl. Ortsrand, ostseitig am 'Elsterweg', ca. 250 m vor dessen Einmündung in die Straße nach Dörgenhausen (nördl. Ortsausgang, S 95), Steinkreuz

Obertägige Maße: (aktuell unbekannt), nur noch kopfloses Steinkreuz aus Sandstein mit unterschiedlich langen Kreuzarmen - ein Asymmetrieausdruck für die Negation der (vermeintl.) Untat bzw. des Täters, oft bei Sühnekreuzen zu beobachten (Verf.)  

Quellangaben: Lit.: 1. O. Herr, Steine am Wege, 1929, S. 11, Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-L. d. K. in Wittichenau: Mord- und Sühnekreuz, Elsterweg (am Radweg), 15.–17. Jahrhundert, Ortsgeschichtlich von Bedeutung, stark verwitterteres Granitkreuz, ID 08990432, daraus: Fotokopie, Urheber: 'Julian Nyča' (Eig. Werk) Liz.-Nr. 3.0

c. 2005/25  www.kreuzstein.eu